In der Frage, welche Wege einen Interessenten zum Beruf des Tierheilpraktikers führen, stehen dem angehenden Tierheilpraktiker – bei allen sonstigen ausbildungsspezifischen Unterschieden – wiederum dieselben Wege zur Verfügung wie auch schon dem Humanheilpraktiker und dem Heilpraktiker für Psychotherapie.

•    Präsenzstudium
•    Fernstudium
•    ungesteuertes Selbststudium


Die Tierheilpraktikerausbildung im Präsenzstudium

Es gibt unterschiedliche Zeitgestaltungsmodelle, die von Schule zu Schule variieren können. Folgende Unterrichtsmodelle sind häufig anzutreffen:

•    Tageskurse
•    Abendkurse
•    Wochenendkurse
•    Blockunterricht (Vollzeit)

In den Präsenzphasen des Unterrichts sitzt der Studierende gemeinsam mit anderen angehenden Tierheilpraktikern in einem Seminarraum, während der Dozent den Stoff fachlich und didaktisch aufbereitet vermittelt. Es lohnt sich, die einzelnen Unterrichtsmodelle näher zu betrachten:


•    Blockunterricht: Sehr beliebt bei Heilpraktikerschulen, die sich auf die Ausbildung für die Tierheilpraxis spezialisiert haben, ist der Blockunterricht. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Selbststudium und Präsenzunterricht. Im Selbststudium wird der Lernstoff selbstständig vorbereitet und im Blockunterricht an der Tierheilpraktikerschule wird das Gelernte anschließend intensiv aufbereitet und in der Praxis veranschaulicht. So ein Block geht in der Regel über etwa eine Woche und bietet täglich Vollzeitunterricht. Anschließend gibt es die nächste Phase des Selbststudiums, an die sich wiederum ein Block mit dem nächsten Themenkomplex anschließt, solange, bis alle relevanten Themen durchgearbeitet sind.

•    Wochenendunterricht: Die Alternative zur Kombination aus Blockunterricht und Selbststudium ist in den meisten Fällen der Wochenendunterricht. Hier treffen sich die Studierenden jedes Wochenende regelmäßig zu ihren Sitzungen, in denen der Dozent sie auf das Fachwissen vorbereitet. Die Werktage zwischen den Seminarsitzungen dienen dem selbstständigen Vor- oder Nachbereiten des Lernstoffs.

•    Tages-/Abendkurse: Wer lieber eine Schule besucht, in der er über einen regelmäßigen Zeitraum an bestimmten Tagen Unterricht hat – sei es in den Vormittags- oder Abendstunden – muss seine Wahl auf eine dementsprechende Schule lenken. Die Paracelsusschulen bieten sowohl Tages- als auch Abendkurse an.

Die Tierheilpraktikerausbildung im Fernstudium


Sowohl Vollzeit- als auch Blockunterricht verlangen vom Studierenden für einen bestimmten Zeitraum, keiner Berufstätigkeit nachzugehen. Entweder nimmt man sich dazu frei oder man ist überhaupt nicht berufstätig. Wer jedoch aktuell noch einer Berufstätigkeit nachgeht, muss seine Arbeitszeiten mit dem Studium der Tierheilpraxis in Einklang bringen. Zwar lassen Abend- und Wochenendkurse Raum, die Ausbildung auch berufsbegleitend durchzuführen, dennoch verlangt diese Koordination ein sehr straffes Zeitmanagement.


Hier bietet sich als Alternative ein Fernstudium an den großen Fernlehrinstituten oder an einer Heilpraktikerschule mit Fernlehrangeboten an. Der gesamte Lehrstoff wird in einzelnen Lehrheften systematisch gegliedert und didaktisch aufbereitet, sodass sich eine sinnvolle Struktur ergibt. Zwar ist ein Fernstudium mit einer großen Portion Selbstdisziplin verbunden, dafür lässt diese Lernform einem sehr viel Flexibilität in der Zeiteinteilung. Auch bei einem Fernstudium gibt es obligatorische Praxisseminare zum Ausbildungsende, in denen das Fachwissen praktisch angewandt werden kann.


Die Tierheilpraktikerausbildung im ungesteuerten Selbststudium


Wie schon beim Humanheilpraktiker und beim Heilpraktiker für Psychotherapie mehrfach angedeutet, gilt auch für die Ausbildung zu Tierheilpraktiker, dass ein ungesteuertes Selbststudium zwar zulässig, nicht aber anzuraten ist. Bei dieser Lernform besorgt man sich die entsprechenden Lehrbücher selbst und lernt – ohne jegliche fachliche Anleitung – alles für sich alleine. Man hat dabei weder ein direktes Feedback, noch kann man an irgendjemand Fragen stellen, wenn etwas unklar ist. Der Praxisbezug fehlt gänzlich und didaktisch wird der Laie auch nicht die idealen Lernmethoden für sich finden, wie es beispielsweise im Fernstudium noch der Fall ist. Wer den Beruf des Tierheilpraktikers nicht nur aus Hobby oder purem Interesse, sondern fundiert erlernen möchte, sollte sich fachlich richtig ausbilden lassen.


Zusammenfassung:


•    Wie bei jeder Heilpraktikerausbildung stehen dem angehenden Tierheilpraktiker die bekannten drei Ausbildungswege zur Verfügung: Präsenzstudium, Fernstudium oder ungesteuertes Selbststudium.
•    Das Präsenzstudium bietet verschiedene Zeitmodelle, die bei der Studienplanung zu berücksichtigen sind. So gibt es Schulen mit Vollzeit- und Teilzeitunterricht, mit Tages- und Abendkursen, mit Wochenendkursen oder Blockunterricht.
•    Das Fernstudium bietet die größtmögliche Zeitflexibilität, verlangt aber gleichzeitig sehr viel Selbstdisziplin.
•    Nicht anzuraten ist das ungesteuerte Selbststudium, weil es didaktisch nicht vorbereitet ist und keinen Bezug zur Praxis bietet.

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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