Kaum ein Feld ist dermaßen sensibel und wird so kontrovers diskutiert wie das Feld der Psychotherapie. War der Erlass des Psychotherapeutengesetzes ein notwendiger Schritt, um den Berufsstand der Psychotherapeuten vor unqualifizierten „Scharlatanen“ zu schützen und die Psychotherapie zu einem hoch qualifizierten Berufsfeld zu erheben, wird in manchen Fällen eben jenes Gesetz dazu benützt, um die Ausübung der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz zu diffamieren.

Nicht selten kommen gerade aus dem Lager der ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten vereinzelt Querschüsse gegen Heilpraktiker für Psychotherapie, in denen dieser Berufsgruppe die fachliche Qualifikation abgesprochen wird, obwohl Heilpraktiker vor den Gesundheitsämtern einen umfassenden Sachkundenachweis in einer intensiven Prüfung mit sehr hoher Durchfallquote erbringen müssen. Diese amtsärztliche Überprüfung der fachlichen Befähigung setzt ebenfalls ein mindestens mehrjähriges Fachstudium voraus, da ansonsten der prüfungsrelevante Stoff kaum in kürzerer Zeit zu erlernen ist. Erfreulicherweise beschränken sich die Diffamierungen auf Einzelfälle, sodass eine gute Kooperation zwischen dem Heilpraktiker für Psychotherapie und den Ärzten bzw. psychologischen Psychotherapeuten gewährleistet ist.


Die zunehmende Bedeutung psychischer Erkrankungen


 Waren psychische Erkrankungen noch bis vor zwei Jahrzehnten etwas, das man niemals öffentlich zugeben würde, stellen sich heute immer breitere Teile der Gesellschaft diesem Thema und wagen es auch, zu ihren eigenen Problemen zu stehen, sofern welche vorhanden sind. Depressionen und Erschöpfungszustände sowie psychosomatische Erkrankungen werden mittlerweile zu den meist verbreiteten Volkskrankheiten gezählt. Die immer schnelllebigere Gesellschaft, der höhere Produktivitätsdruck in Verbindung mit Ängsten vor Arbeitsplatzverlust und Abstieg in die materielle Armut sind geradezu ideale Bedingungen für das Wachsen sogenannter Burn-out-Zustände und Depressionen. Diese Zeichen der Zeit erkannte auch die Gesellschaft, sodass sie sich diesen Themen nicht mehr länger verschließt, sondern sich ihnen öffnet.

Die Zeit der Extreme liegt glücklicherweise zurück: Ging man in der europäisch-westlichen Gesellschaft nur sehr selten und überwiegend heimlich zum Psychotherapeuten, gönnte sich die amerikanische Gesellschaft ihren Privat-Psychiater nahezu schon als Zuhörer für Alltagsthemen, für die gestresste Berufstätige einfach keine Zeit mehr fanden, sie mit ihren Freunden und Partnern zu besprechen. Mittlerweile gilt die Psychotherapie mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz als erforderliche Maßnahme, um aus dem Gleichgewicht geratene Psychen in akuten bzw. reaktiven Fällen wieder ins Gleichgewicht zu bringen und den Menschen wieder ihre nötige Stärke zur selbstständigen Bewältigung ihres Lebensalltages zurückzugeben.


Der Bedarf an spezialisierten und guten Fachkräften für Psychotherapie steigt


Mit der zunehmenden gesellschaftlichen Akzeptanz psychischer Erkrankungen steigt auch der Bedarf an Therapeuten. Da der klassische Weg über das Hochschulstudium der Medizin bzw. der Psychologie an sich schon sehr hart und zeitaufwendig ist und nach Studienabschluss dennoch eine dreijährige Zusatzausbildung zum Psychotherapeuten verlangt, kommt dieser Weg nicht für jeden Menschen infrage. Trotzdem ist die Nachfrage nach guten Anbietern für Psychotherapie sehr hoch. So räumte der Gesetzgeber mit dem Heilpraktikergesetz die Möglichkeit ein, auch ohne den Weg über das Abitur und ein anschließendes Hochschulstudium die fachliche Qualifikation zur Ausübung der Psychotherapie zu beschreiten. Mit der steigenden Zahl psychischer Erkrankungen ist die Akzeptanz von nicht approbierten Heilpraktikern für Psychotherapie enorm gestiegen.

Obwohl sie kein Universitätsstudium nachweisen brauchen, müssen sie dennoch eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung absolvieren und die Methoden der Psychotherapie erlernen. Da ein gutes Verhältnis zum Klienten nicht ausschließlich auf fundiertes Fachwissen, sondern in erster Linie auf die Persönlichkeit des Therapieanbietenden aufbaut, sind Heilpraktiker für Psychotherapie längst keine „Exoten“ mehr, sondern leisten fachlich gute Therapiearbeit.


Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychotherapeuten


Durch den gestiegenen Bedarf an Psychotherapeuten und durch die klaren gesetzlichen Regelungen im Psychotherapeuten- bzw. Heilpraktikergesetz bietet sich für angehende Heilpraktiker für Psychotherapie eine gute Chance, sich als anerkannte Fachkräfte für Psychotherapie nicht in Konkurrenz zu den approbierten Psychotherapeuten, sondern als ergänzende Anbieter zu etablieren. Der Heilpraktiker für Psychotherapie muss dazu allerdings in der Lage und bereit sein, mögliche Grenzen seiner Fachkompetenzen zu erkennen und seine Klienten in bestimmten Fällen auch an medizinische oder psychologische Psychotherapeuten zu verweisen. Auf diese Weise können Heilpraktiker für Psychotherapie hervorragende Therapiearbeit leisten und kooperieren mit ihren approbierten Kolleginnen und Kollegen.

Das machen übrigens Heilpraktiker in Ausübung der gesundheitlichen Heilkunde ebenso, indem sie bei Grenzfällen, in denen sie nicht mehr weiter kommen, an einen Arzt zur Weiterbehandlung verweisen. Wenn sich Heilpraktiker für Psychotherapie und approbierte Psychotherapeuten als optimale Ergänzung betrachten, die miteinander zum seelischen Wohle des Klienten arbeiten, dann steht dem jeweiligen Heilpraktiker in Ausübung der Psychotherapie eine erfolgreiche Zukunft bevor.

Zusammenfassung:


•    Gestiegener Bedarf an Psychotherapien angesichts zunehmender psychischer Erkrankungen wie Burn-out, Depressionen und anderen reaktiven seelischen Störungen.
•    Nicht jeder kann aus Zeitgründen den klassischen Weg über das Universitätsstudium (Medizin oder Psychologie) gehen und sich anschließend zusätzlich zum Psychotherapeuten ausbilden lassen.
•    Aufgrund des Heilpraktikergesetzes kann man auch ohne Approbation (die Ärzten und Diplom-Psychologen vorbehalten ist) Psychotherapie anbieten.
•    Die fachliche Qualifikation hierzu ist sehr fundiert und in Kooperation mit medizinischen und psychologischen Psychotherapeuten leisten Heilpraktiker für Psychotherapie erfolgreiche und gesellschaftlich anerkannte Therapiearbeit.

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