Das Berufsbild des „Kleinen Heilpraktikers“

 Wer anderen Menschen bei ihren seelischen Beschwerden therapeutisch helfen möchte, sieht sich zunächst vor eine große Hürde gestellt, denn als Psychotherapeut zugelassen wird in erster Linie zunächst der „Psychologische Psychotherapeut“. Das aber setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie voraus, an welches eine dreijährige Zusatzausbildung zum „psychologischen Psychotherapeuten“ angeschlossen wird.

 Für ein Hochschulstudium benötigt man neben dem Abitur mit Numerus clausus die Zeit und die finanziellen Mittel, für etwa sechs Jahre aus dem Berufsleben auszuscheiden, um die Universität zu besuchen. Wem dieser Weg zu aufwändig erscheint, braucht nicht enttäuscht sein. Man entscheidet sich in diesem Fall für die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie, oftmals auch nicht abwertend „Kleiner Heilpraktiker“ genannt.

Bei diesem Weg absolviert man eine Heilpraktikerausbildung, die an sich schon in einem Drittel der Zeit eines Hochschulstudiums schaffbar ist. Allerdings spezialisiert man sich dabei auf den Bereich „Psychotherapie“ und verzichtet auf die Kenntnisse der allgemeinen Heilkunde. Das hat zur Folge, dass man keine Arzneimittel und andere Therapeutika verordnen darf.

Dazu müsste man allgemeiner Heilpraktiker sein. Die psychotherapeutischen Kollegen mit der universitären Psychologieausbildung können dagegen sehr wohl Pharmazeutika verordnen. Dem „Kleinen Heilpraktiker“ bleibt also nur der Weg, über therapeutische Maßnahmen wie Gespräche und Tiefenpsychologie dem Patienten zu helfen. Und wenn man ehrlich ist, ist es doch gerade das, was einen Psychotherapeut werden lässt. Man möchte dem Menschen helfen, ihn nicht medikamentös ruhig stellen.

 

Heilpraktiker für Psychotherapie – Ausbildung

 

Wie generell im Humanbereich, ist auch der Heilpraktiker für Psychotherapie staatlich anerkannt und per Heilpraktikergesetz geschützt. Das bedeutet, dass nicht jeder, der sich einbildet, anderen psychotherapeutisch helfen zu wollen, eine Praxis eröffnen und mit seelisch erkrankten Menschen arbeiten kann. Er wird – wie auch der allgemeine Heilpraktiker – vom regionalen Gesundheitsamt einer fundierten Überprüfung seines Fachwissens unterzogen. Um dieser Prüfung überhaupt standhalten zu können, bietet sich die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie im Präsenzunterricht oder im Fernstudium an. Hier erlangt der angehende Heilpraktiker vor allem Fachkenntnisse in folgenden Bereichen:

 

Grundlagen der Psychologie

 

Hier erlangt der Studierende Fachwissen über die allgemeine Psychologie, über Jugend- und Sozialpsychologie, über Entwicklungspsychologie, aber auch Klinische Psychologie und über die Psychopathologie, d.i. die Lehre, wie sich psychische Störungen in einem körperlichen Krankheitsbild niederschlagen (Psychosomatik).

Tiefenpsychologische Therapie

 

Die Verfahren, die hier angewandt werden, sind zum Einen die Psychoanalyse nach Siegmund Freud, aber auch die Jung‘sche analytische Psychologie und die Individualpsychologie nach Adler. Also allen Pionieren im Bereich der Tiefenpsychologie wird Rechnung getragen. Diese Verfahren können mit modernen tiefenpsychologischen Therapiemaßnahmen kombiniert werden.

 

Verhaltenstherapeutische Therapie

 

Es wird genau untersucht, welche Reize bestimmte Reaktionen wie zum Beispiel Ängste, Zwänge, Phobien und Ticks auslösen, und dann wird gemeinsam mit dem Patienten versucht, Verhaltensveränderungen herbeizuführen.

 

Weitere Therapiemethoden: Systemische Therapie, humanistische Therapie, ganzheitliche und naturheilkundliche Therapie und vieles mehr

Die Ausbildung wird als Vorbereitung auf die amtliche Prüfung durch das Gesundheitsamt verstanden und bringt dem angehenden Heilpraktiker (Psychotherapie) alle Inhalte bei, die für seinen komplexen Beruf notwendig sind.

Rund um die Ausbildung zum Tierheilpraktiker

 

Der Tierheilpraktiker trägt eine sehr große Verantwortung für seine tierischen Patienten. Das liegt vor allem daran, dass Tiere nicht per Sprache differenziert und exakt mit ihm kommunizieren können. Also braucht er neben seinem Fachwissen zudem eine große Portion Einfühlungsvermögen, eine gesunde Intuition und vor allem Feingefühl. Aber auch das fachliche Wissen ist sehr wichtig. Dazu muss er eine fundierte Ausbildung machen und erlangt vertieftes Wissen über Anatomie und Diagnoseverfahren.

 

So muss der angehende Tierheilpraktiker beispielsweise wissen, wie Bewegungs- und Verdauungsapparate der unterschiedlichen Tierarten aufgebaut sind und funktionieren. Zu den anatomischen Kenntnissen kommen noch Ausbildungsinhalte über die Funktion der Atemorgane, über den Urogenitalbereich, aber auch über das vegetative Nervensystem, über den Herz-Kreislauf-Komplex und viele weitere organische Funktionen.

 

Zu den wichtigsten Diagnose- und Heilverfahren in der Tierheilkunde zählen die:

 

  • Akupunktur
  • Bachblütentherapie
  • Anwendung von Schüßlersalzen
  • Homöopathie
  • Phytotherapie
  • Humoraltherapie (wobei man hierbei davon ausgeht, dass sowohl der Blutkreislauf wie auch der übrige Flüssigkeitshaushalt in stetem Austausch miteinander stehen und man hier ansetzen muss, wenn es zu Störungen kommt)

 

Anders als beim Heilpraktiker im Humanbereich ist der Begriff „Tierheilpraktiker“ nicht durch das Heilpraktikergesetz geschützt und verlangt keine amtliche Überprüfung und anschließende Zulassung. Das bedeutet zunächst, dass jeder ohne den geringsten Nachweis fundierter Kenntnisse ungehindert an den geliebten Haustieren herumdoktern dürfte. So erschreckend diese Erkenntnis auf den ersten Blick ist, so viel Chancen bietet sie auch für denjenigen, der sich ernsthaft auf diesen Beruf einlassen möchte.

Immerhin erhält der ausgebildete Tierheilpraktiker ein Zertifikat, das seine Qualifikation nachweist. Damit hebt er sich entscheidend von allen anderen, unqualifizierten Anbietern ab. Da man weiß, wie sehr Menschen ihre Tiere lieben, dürfte kaum in Frage gestellt werden, welchem Tierheilpraktiker wohl eher das eigene Haustier anvertraut wird: dem unqualifizierten oder dem Tierheilpraktiker mit Zeugnis? Damit wird eine gute Ausbildung zu einer späteren Auftragsgarantie.

Ein Beruf mit Zukunft

 

Der Tierheilpraktiker hat sich auf dem Gebiet der veterinären Heilkunde spezialisiert. Anders als beim allgemeinen Heilpraktiker stehen bei ihm unsere tierischen Freunde im Mittelpunkt seines Schaffens. Während Menschen mit dem Heilpraktiker über ihre Beschwerden reden können, hat das Tier diese Möglichkeit nicht. Umso wichtiger ist es da, wenn ein guter und erfahrener Tierheilpraktiker über beste Diagnoseverfahren verfügt, um so eine gute Diagnose über das mögliche Leiden des Tieres stellen zu können. Erst dann lässt sich mit dem Besitzer über ein wirkungsvolles Heilverfahren reden.

 

Tiere gehörten schon seit jeher zu den ständigen Wegbegleitern des Menschen, ob als sog. „Nutztier“ oder als treuer Hausfreund. Mittlerweile leben weit über 23 Millionen Tiere in deutschen Haushalten mit steigender Tendenz. Zu den beliebtesten tierischen Freunden des Menschen zählen Hunde und Katzen, dicht gefolgt von Ziervögeln, Hamstern und Meerschweinchen. Auch unter den Exoten kann man eine Zunahme beobachten. Darüber hinaus gibt es noch eine weitere beliebte Tiergattung, die sich nicht in den Wohnstuben halten lässt: Pferde.

Menschen lieben ihre Tiere und wollen für sie das Beste, auch im gesundheitlichen Bereich. Da wundert es kaum, dass das breite Feld alternativer Heilmethoden für Tiere ein stetig wachsender Markt ist. Wer sich für eine Zukunft als Tierheilpraktiker entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Zukunft.

Tierheilpraktiker – Per Fernstudium zum Erfolg

Genauso wie man die Grundlagen für die erfolgreiche Ausübung des Berufs als Heilpraktiker im Humanbereich im Fernstudium erlernen kann, lässt sich auch die Ausbildung zum Tierheilpraktiker bequem von zuhause aus bewältigen. In der Regel erarbeitet sich der Studierende den komplexen Lehrstoff bei sich daheim oder wo immer er möchte und vertieft die fundierten medizinischen Kenntnisse in zusätzlichen Wochenendseminaren.

Man kann für eine umfassende Fernausbildung zum Tierheilpraktiker einen Zeitraum von etwa zwei Jahren einkalkulieren. Es kann mit Kosten an die 4000,- Euro gesamt gerechnet werden, die natürlich auch in monatlichen Ratenzahlungen angeboten werden. Selbstverständlich gilt für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker auch, dass Ausbildungskosten steuerlich geltend gemacht werden können.

Für das Fernstudium zum Tierheilpraktiker gelten dieselben Kriterien wie für den allgemeinen Heilpraktiker. Das Fernstudium ist flexibler, bietet größeren Freiraum und ist kostengünstiger als das Präsenzstudium, verlangt aber auch mehr Selbstdisziplin. Für die amtliche Zulassung zum Heilpraktiker genügt in der Regel der Nachweis über den Hauptschulabschluss. Dennoch machen anerkannte Fernschulen gerne den Realschulabschluss als Zulassungsvoraussetzung für ihr Fernstudium. Das sind Besonderheiten, die eine Fernschule für sich treffen kann, hat mit den amtlichen Bedingungen des Gesundheitsamtes aber nichts zu tun.

Hier finden Sie eine Auflistung einiger Institute, die eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker im Fernstudium anbieten:

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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