Die eigene Praxis

Um sich als Heilpraktiker mit einer eigenen Praxis niederlassen zu können, benötigt man eine amtliche Zulassung. Um diese überhaupt beantragen zu können, muss man das 25. Lebensjahr vollendet haben, ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen können, körperlich und geistig gesund sein und die Prüfung durch das regionale Gesundheitsamt bestehen. In dieser Prüfung müssen Kenntnisse zur Berufsausübung nachgewiesen werden:

  • Anatomie (Lehre über den Körperbau)
  • Physiologie (Lehre über die körperlichen Funktionen)
  • Pathophysiologie (Lehre über krankheitsbedingte Veränderungen am Körper)
  • Allgemeine Krankheitslehre (welche Volkskrankheiten gibt es, wie erkennt und unterscheidet man sie, welche Herz-Kreislauferkrankungen können auftreten, wie zeigen sich Stoffwechselerkrankungen, etc.)
  • Berufskunde
  • Gesetzeskunde (wo sind dem Heilpraktiker Grenzen gesetzt, wann sollte er einen Schulmediziner involvieren?)
  • Anamnese (welche Verfahren für eine Anamnese gibt es, welche Diagnosemöglichkeiten stehen zur Verfügung?)
  • Akute Notfallambulanz (Techniken zur Erstversorgung)
  • Techniken zur Injektion und Punktion
  • Laboruntersuchungen auswerten
  • Hygienevorschriften für einen Praxisbetrieb

Die Anmeldung zu dieser Prüfung erfolgt in der Regel formlos per Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt.

Sich für eine eigene Praxisgründung zu entscheiden, ist ein bedeutsamer Schritt für Heilpraktiker, der nicht so nebenbei vollzogen wird, sondern einer gründlichen Planung bedarf. Es gibt sehr viele Faktoren zu berücksichtigen wie das nötige Startkapital, geeignete Praxisräume, den idealen Praxisort und vieles mehr. Immerhin kostet bereits die Berufsausbildung zum Heilpraktiker sehr viel Geld und die Existenzgründung wird abermals einen nicht unerheblichen Betrag erfordern. Umso wichtiger ist es, mit der eigenen Existenzgründung einen Praxisbetrieb ins Leben zu rufen, der sich nach einer gewissen Anlaufzeit auszahlt und auf sicheren Beinen steht. Zu oft berücksichtigen Existenzgründer fundamentale Dinge nicht und müssen ihr Geschäft nach einer gewissen Zeit wieder aufgeben.

In Ruhe planen und keine Schnellschüsse wagen

„In der Ruhe liegt die Kraft“, sagt der Volksmund sehr weise. Das gilt natürlich auch für Existenzgründer, die eine eigene Heilpraxis eröffnen wollen. Ob sie sich dabei für den Beruf des (Human-)Heilpraktikers, des Heilpraktikers für Psychotherapie oder des Tierheilpraktikers interessieren, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. In jedem Fall benötigen selbstständige Heilpraktiker einen eigenen Praxisbetrieb. Dabei kommt es darauf an, keine unüberlegten „Schnellschüsse“ zu tätigen, sondern den Schritt zur eigenen Existenz gründlich zu planen.

Oft genug kommt es vor, dass man ein unglaublich günstiges Mietangebot für mögliche Praxisräume findet und schon den Mietvertrag unterzeichnet, ohne vorher alle anderen Faktoren bei der idealen Standortwahl berücksichtigt zu haben. Das Ende ist in vielen Fällen dann eine zwar preisgünstig gemietete Praxis, die aber tagtäglich leer steht, weil die Nachfrage nach einem Heilpraktikerangebot an dieser Stelle nicht gegeben ist oder die möglichen Patienten einen zu weiten Anfahrtsweg haben, wie es im ländlichen Raum häufig der Fall ist. Dann kann sich das vermeintliche Mietschnäppchen am Ende als finanzieller „Klotz am Bein“ entpuppen.

Eine gründliche Marktanalyse für eine erfolgreiche Unternehmensgründung


Im Businessplan-Vordruck der IHK sind bereits die Punkte zur Markteinschätzung und zur Wettbewerbssituation enthalten. Diese beiden Punkte sind eigentlich die wichtigsten im gesamten Businessplan. Für Heilpraktiker gibt es bei der Markteinschätzung noch besondere Dinge zu berücksichtigen:

Wer einmal begonnen hat, sich Fragen wie in dieser Grafik zu stellen, dem werden noch viel mehr Punkte einfallen, die hinterfragt werden sollten. Allerdings nützt die tollste Marktanalyse nichts, wenn sie keine veränderte Unternehmensausrichtung zur Folge hat. Humanheilpraktiker, die in ihrer unmittelbaren Gegend auf eine sehr hohe Ärzte- und Heilpraktikerdichte stoßen, tun gut daran, sich auf ein oder zwei nicht so gängige Naturheilverfahren zu spezialisieren. Heilpraktiker für Psychotherapie, die sich den regionalen Markt mit vielen (medizinischen und psychologischen) Psychotherapeuten teilen müssen, sollten ein Therapieverfahren anbieten, das vor Ort so noch nicht angeboten wurde und sich darauf spezialisieren. Tierheilpraktiker in der Großstadt sollten genau darauf achten, wie viele Tierärzte es gibt, die ebenfalls Naturheilverfahren anbieten und wie viele Tierheilpraktiker noch vor Ort ansässig sind und was deren Angebote sind.

Ist die Nachfrage nach guten Heilangeboten für Hunde bereits abgedeckt, sollte man vielleicht in Erwägung ziehen, sich auf Katzen oder andere Kleintiere zu spezialisieren. Dasselbe gilt für den ländlichen Raum: Viele träumen von einer Tierheilpraxis mit Schwerpunkt „Pferde“, stoßen auf dem Lande aber häufig auf eine hohe Anzahl an Konkurrenten unter den Tierärzten, Hufschmieden, Pferdetrainern etc., die sich in puncto Heilpraxis weitergebildet haben. Vielleicht würde es dann Sinn machen, sich auf die landwirtschaftlichen Nutztiere zu konzentrieren oder auf Kleintiere, falls der Markt für Heilpraktiker für Pferde bereits übersättigt ist. Solche Beispiele zeigen, dass man sich nicht einfach mit einer eigenen Praxis selbstständig machen kann, sondern vorher viele Punkte bedenken sollte, will man später mit seiner Praxis auch Erfolg haben.

NaturheilPraxis eröffnen ? Voraussetzungen und Tipps zur Existenzgruendung

Die amtsärztliche Prüfung zum Heilpraktiker ist überstanden und man hält das Zertifikat, das einen als Heilpraktiker oder Heilpraktikerin auszeichnet, nach einer langen und intensiven Ausbildungszeit in den Händen. Doch wie geht es nun weiter? Die wenigsten werden die Kosten in ihre Heilpraktikerausbildung investiert haben, um sich alleine das intensive Fachwissen aus purem Interesse angeeignet zu haben, ohne dieses künftig beruflich nutzen zu wollen. Der Großteil investiert in seiner Ausbildung zum Heilpraktiker, um beruflich neue Wege beschreiten zu können. An dieser Stelle tun ein paar Tipps zur Existenzgründung ganz gut. Sie ersetzen aber keinesfalls eine fachliche Beratung durch einen Unternehmensberater, Steuerberater oder andere Fachleute, die einem in Sachen Finanzierung, Businessplan und Praxisgründung mit wertvollen Ratschlägen zur Seite stehen können.

 

Selbstständig oder angestellt? Das ist hier die Frage!

 

Die erste grundlegende Frage, die sich ein frischgebackener Heilpraktiker stellen dürfte, ist, ob er sich gleich mit einer eigenen Heilpraxis selbstständig machen oder zunächst Berufserfahrung als angestellter Heilpraktiker sammeln soll. An sich ist es der Traum der meisten Heilpraktiker, eine eigene Praxis zu führen. Dieser Schritt will aber gut überlegt sein. Ob sich ein eigener Praxisbetrieb lohnt, hängt zum einen von einer gründlichen Markt- und Wettbewerbsanalyse ab und zum anderen von den eigenen finanziellen Möglichkeiten. Dazu zählt nicht nur Eigenkapital, sondern auch die Möglichkeit einer Bankfinanzierung. Könnte man überhaupt einen straffen Tilgungsplan durchhalten? Falls dieser Punkt bereits fraglich ist, bietet es sich an, zunächst als angestellter Heilpraktiker zu arbeiten und abzuwarten, bis die finanzielle Situation sich etwas entspannt.


Auch kann es durchaus Sinn machen, bereits auf ein wenig Praxiserfahrungen zurückblicken zu können, bevor man sich an eine eigene Praxis wagt. Unerfahrene Berufsanfänger haben es in der Regel schwerer, das Vertrauen von Patienten zu gewinnen als Heilpraktiker mit Berufserfahrung. Nun sind die Möglichkeiten, als angestellter Heilpraktiker zu arbeiten, nicht unbedingt zahlreich vorhanden. Viele Einzelpraxen stellen entweder überhaupt keine Mitarbeiter ein oder nur auf geringfügiger Beschäftigungsbasis. Wenn nicht gerade große Gesundheitszentren, Wellnesshotels und Kurkliniken mit einem Bedarf im Bereich der Heilpraxis vorhanden sind, bleibt einem oftmals nur die Möglichkeit, seine Berufserfahrungen stundenweise zu geringfügiger Entlohnung in einer alteingesessenen Praxis zu sammeln und seinen Lebensunterhalt mit einer anderen Hauptbeschäftigung zu verdienen.
Das wiederum wolle viele neu ausgebildete Heilpraktiker nicht.

Sie haben die Prüfung bestanden und sind begierig darauf, endlich hauptberuflich in ihrem neuen Beruf tätig zu werden. Aus diesem Grunde schon werden viele Praxen gegründet. Damit der Schritt in die Selbstständigkeit jedoch von Erfolg gekrönt ist, kommt es auf den Businessplan an.


Eigene Praxis - Zuerst kommt die Marktanalyse!


Um erfolgreich eine eigene Praxis gründen zu können, kommt es auf verschiedene Faktoren an:


•    die Wahl des richtigen Praxis-Standortes
•    die geeigneten Räumlichkeiten
•    die Wettbewerbssituation
•    die Möglichkeit zur Spezialisierung
•    die Nachfrage bzw. der Bedarf

Es ist nicht damit getan, einfach irgendwo Praxisräume anzumieten oder gleich zu kaufen und sich darin als Heilpraktiker selbstständig zu machen. Man sollte sich seinen künftigen Praxisstandort genau aussuchen. Die nachfolgende Grafik gibt einige Tipps dazu, worauf man bei der Standortwahl achten sollte:
 

 

Hat man endlich den idealen Standort für eine erfolgreiche Praxisgründung gefunden, geht es um die Frage der geeigneten Räumlichkeiten. Folgende Kriterien muss eine Heilpraxis räumlich erfüllen, damit sie von den Behörden genehmigt wird:

 

Heilpratiker Praxis - bauliche Anforderungen

 

Kriterien fuer die eigenen Praxisraeume

  1. Die deckenhoehe muss bei gewerblich genutzten Raeumen mindestens 2,50 m betragen.
  2. Es muss mindestens eine Toilette vorhanden sein.
  3. Ein waschbecken ist aus hygienischen Gruenden zwingend vorgeschrieben.
  4. Der Boden muss aus einem leicht zu reinigenden Material bestehen : (rutschfeste) Fliesen oder PVC. Lediglich Sprechzimmer, in denen keine Untersuchungen, sondern nur Patientengespraeche stattfinden, koennen Teppichboden aufweisen.
  5. Der PRaxisraum muss klar von den Privatraeumen getrennt sein und ueber einen eigenen Eingang/Zugang verfuegen. Das gilt fuer diejenigen, die eine eigene Praxis im eigenen Haus planen. Hier eignet sich beispielsweise eine separate Einliegerwohnung.
  6. Die gewerbliche Nutzung muss in diesen Raeumlichkeiten zugelassen sein. Unter Umstaenden ist eine Umwidmung ( siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Widmung_(Recht)#Umwidmung) notwendig, um aus einem privatraum einen gewerblich nutzbaren Raum zu machen. Das trifft vor allem dann zu, wenn die Praxis in einem Wohngebiet eingerichtet werden soll. Danm bedarf es einer behoerdlichen Genehmigung, dass die Raeume gewerblich genutzt werden duerfen.

Ein Bild verdeutlicht das Ganze:


Bedarf, Nachfrage, Wettbewerb und Spezialisierung

Dass eine gründliche Analyse das Marktes wichtig ist, wurde hier bereits mehrfach erwähnt. Was gilt es hier aber genau zu analysieren?


•    Bedarf und Nachfrage: Bevor sich ein Heilpraktiker mit einer eigenen Praxis selbstständig macht, sollte er genau wissen, ob an dem favorisierten Standort überhaupt ein Bedarf nach einer Heilpraxis mit alternativen Heilangeboten besteht. Das hängt zum großen Teil von der Einstellung der Menschen ab. Gerade in sehr konservativen Gegenden könnten skeptische Vorbehalte gegen einen Heilpraktiker bestehen, die einen erfolgreichen Praxisstart erschweren würden. In sehr ländlichen Regionen mit geringer Einwohnerdichte kann der Heilpraktiker eine sinnvolle Ergänzung zu dem geringen Landarztangebot sein, wenn die Vorbehalte der Menschen erst einmal überwunden sind. Man muss sich aber darauf einstellen, dass der Mensch als „Gewohnheitstier“ seine alteingesessenen Bahnen nur sehr schwer verlässt und Neues wagt. Was vor allem auch in ländlicheren Bereichen ausschlaggebend ist, ist der Kostenfaktor. Nicht alle Leitungen eines Heilpraktikers können über die Krankenkassen abgerechnet werden oder besser gesagt, nur die wenigsten lassen sich abrechnen. Der Großteil der Heilpraktikerleistungen ist privat zu bezahlen. Das könnte in manchen Gegenden auf Ablehnung stoßen. In Städten ist das potenzielle Klientel eher aufgeschlossen und offen für alternative Heilverfahren, auch wenn sie selbst bezahlt werden müssen.


•    Wettbewerb: Bedarf und Nachfrage alleine sind kein Garant für beruflichen Erfolg mit einer eigenen Heilpraxis. Es kommt auch auf den Wettbewerb an. Keine Konkurrenz muss nicht immer vorteilhaft sein, zu viel Konkurrenz in einem identischen Bereich ist es zumindest keinesfalls. Zwar belebt Konkurrenz das Geschäft, doch meint der Volksmund damit eine gesunde Konkurrenzsituation und keinen „Overflow“ an Heilpraktikern. Bevor man also seine eigene Praxis eröffnet, sollte genau analysiert werden, wie viele Heilpraktiker bereits vor Ort sind und wie die Ärztesituation aussieht. Ist davon auszugehen, dass man sich in einem gesunden Konkurrenzumfeld ohne Gefahr einer Überdichtung befindet, dann kann man sich ohne Bedenken mit einem eigenen Praxisbetrieb selbstständig machen.


•    Spezialisierung: Tritt der Fall ein, dass zu viele Heilpraktiker mit ihren Praxen in einem bestimmten Radius aufeinandertreffen würden, muss man seinen Traum von der Selbstständigkeit noch lange nicht aufgeben. Man kann sich das Angebot seiner Mitbewerber ansehen und sich überlegen, ob man das Heilpraktikerangebot nicht um ein nicht so gängiges Naturheilverfahren ergänzt und sich darauf spezialisiert. Als Heilpraktiker hat man ja auch alle allgemeinüblichen Naturheilverfahren im Angebot, kann durch die Spezialisierung aber noch zusätzlich eine bislang unbesetzte regionale Nische ausfüllen. Damit etabliert man sich als Experte in einem Spezialbereich und erhöht seine Chancen auf Zulauf.


Zusammenfassung:


•    Vor der Existenzgründung als Heilpraktiker sollte man sich ganz ernsthaft die Frage stellen, ob man wirklich direkt selbstständig tätig sein möchte, oder ob es nicht angeraten wäre, zunächst ein paar Berufserfahrungen haupt- oder nebenberuflich im Angestelltenverhältnis zu sammeln.
•    Eine genaue Marktanalyse ist unverzichtbar. Sie bringt zutage, wo und in welchem Umfang man sich am besten niederlässt und welche Räumlichkeiten für einen Praxisbetrieb geeignet sind. Will man mieten oder besitzt man bereits ein eigenes Haus, das Platz für eine Praxis bietet?


Man muss wissen, mit welcher Konkurrenz man es zu tun haben wird und ob für das Heilpraxisangebot überhaupt eine Nachfrage besteht. Möglicherweise macht es Sinn, sich in einer noch unbesetzten Nische zu spezialisieren.
 

Der Idealfall wäre, wenn man eigene Kapitalmittel angespart hätte und die Eröffnung einer Heilpraktiker Praxis ganz hieraus finanzieren könnte. Die wenigsten verfügen allerdings darüber und müssen sich von einer Bank Kapital aufnehmen. Um den benötigten Kapitalbedarf ermitteln zu können, ist der Businessplan notwendig. In ihm werden alle realen und zu erwartenden Kosten erfasst und die tatsächlichen und erwarteten Einnahmen gegenübergestellt. An dieser Stelle ist es unverzichtbar, realistisch zu kalkulieren. Schönrechnereien bringen nicht viel und werden von Bankmitarbeitern schnell entlarvt. Im Gegensatz zum Laien verstehen sie es nämlich, Bilanzen und Businesspläne zu lesen. Eine Bank würde niemals Luftschlösser finanzieren, sondern immer nur realistische Projekte mit einer ordentlichen Gegenfinanzierung.

Wer Schwierigkeiten bei der exakten Kostenermittlung hat, aber vor dem Bankgespräch mit einem gut kalkulierten Businessplan für sich und sein Unternehmen werben möchte und auf eine Finanzierung angewiesen ist, der tut gut daran, sich hierfür professionelle Hilfe eines Unternehmensberaters zu suchen. Ein Unternehmensberater wird immer realistische Planungen dort erstellen, wo der Existenzgründer vielleicht ein wenig zu optimistisch plant.
Mit einem guten Businessplan muss man nur noch die Bank von dem eigenen Vorhaben überzeugen. Mit etwas Glück bekommt man die Finanzierung.


Staatliche Förderungen in Anspruch nehmen


•    Gründungszuschuss: Bezieher von Arbeitslosengeld I können sich auf Antrag von der Arbeitsagentur bei der Existenzgründung unterstützen lassen.  Der Gründungszuschuss setzt sich zusammen aus einem Betrag in Höhe des letzten Arbeitslosengeldes plus 300,- Euro für einen begrenzten Zeitraum. Wie lange der Gründungszuschuss gewährt wird und welche Voraussetzungen hierzu erfüllt sein müssen, ist der Informationsseite der Arbeitsagentur zu entnehmen.


•    Zuschüsse für ALG II Bezieher: Auch Bezieher von Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) können sich in bestimmten Fällen durch Zuschüsse bei der Existenzgründung unterstützen lassen, um ihrer Langzeitarbeitslosigkeit so zu entkommen. Einen Rechtsanspruch hierauf gibt es allerdings nicht, da es sich dabei um eine sogenannte „Kann-Regelung“ handelt. Ob ein Zuschuss zur Existenzgründung gewährt wird, hängt demnach vom Ermessen des jeweiligen Sachbearbeiters ab.


•    Businessplan: Um einen Gründungszuschuss oder eine andere Bezuschussung zu bekommen, muss ein professioneller Businessplan vorgelegt werden, mit dem der Sachbearbeiter von der Ernsthaftigkeit und Realisierbarkeit des Gründungsvorhabens überzeugt wird.

Zusammenfassung:


•    Die eigene Praxisgründung will in Ruhe geplant werden. Schnellschüsse in Sachen Mietverträge sind zu vermeiden, auch wenn es sich um günstige Angebote handelt.
•    Ein Businessplan sollte unbedingt erstellt werden. Vordrucke bekommt man bei den Industrie- und Handelskammern, wie zum Beispiel bei der IHK-München als kostenfreie Pdf-Vorlage zum Download.
•    Sofern der Punkt nicht schon im Businessplan enthalten ist, sollte eine gründliche Marktanalyse für den eigenen Geschäftsbereich durchgeführt werden (Angebot, Nachfrage, Wettbewerb)
•    Wer nicht ohne Finanzierung auskommt, muss umso mehr Wert auf eine gründliche Erstellung seines Businessplans legen, zur Not mit professioneller Unterstützung durch einen Unternehmensberater.
•    Bezieher von Arbeitslosengeld I haben Anspruch auf einen Gründungszuschuss und Bezieher von ALG II können sich ebenfalls bezuschussen lassen, wenn der jeweilige Sachbearbeiter nach seinem Ermessen die Existenzgründung befürwortet. Dazu ist aber ein realistisch und gründlich durchkalkulierter Businessplan notwendig.

 

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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