Gesetz

Gesetzliche Grundlagen und regelnde Verordnungen sind für jeden Berufsbereich notwendig, um die Qualität zu sichern und Verbindlichkeiten zu schaffen, an denen sich alle orientieren können. So gibt es auch für die Heilpraxis und ihre drei Bereiche, Humanheilpraxis, Tierheilpraxis und Heilpraxis für Psychotherapie, eine Reihe von gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen, die jeder angehende Heilpraktiker für seinen Bereich kennen sollte.

Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen – ihr Vorteil für Heilpraktiker und Nicht-Heilpraktiker

Selbst beim besten Bemühen, bei der größten Fachkompetenz und Bereitschaft zur Weiterbildung haben es Heilpraktiker mitunter nicht immer leicht, sich neben der Schulmedizin und den klassischen Psychotherapeuten zu etablieren. Zu groß waren bislang bestehende Klüfte zwischen alternativen Heilmethoden und ganzheitlichen Therapieansätzen und der klassischen, analytischen Schulmedizin. Um „Scharlatanen“ die Möglichkeit zu nehmen, sich auf dem Gesundheitsmarkt einzurichten unter der Bezeichnung „Heilpraxis“, wurden Gesetzesgrundlagen geschaffen, die strenge Auflagen für echte Heilpraktiker mit sich brachten.

Darin liegt aber auch ein großer Vorteil für die Heilpraktiker selbst: Indem „Scharlatanen“ und unseriösen „Heilsversprechern“ die Türen verschlossen wurden, haben es seriöse Heilpraktiker gleichzeitig leichter und auch schwerer, sich in dem Beruf niederzulassen. Schwerer wird es für sie, was ihre Ausbildung betrifft, denn es gelten hohe Qualitätsmaßstäbe. Leichter wird es nach vollendeter Ausbildung, da die Gesellschaft weiß, dass Heilpraktiker aufgrund der entsprechenden Gesetzesgrundlage fachlich gründlich ausgebildete Frauen und Männer sind und ein seriöses Berufsanliegen verfolgen. Das, was den angehenden Heilpraktiker den Weg dorthin zunächst erschwert und später die Berufsausübung stark reglementiert, ist gleichzeitig ein gutes Instrumentarium, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Jeder, der den langen und fachlich anspruchsvollen Weg zur eigenen Heilpraxis meistert, kann sich danach auch einer Berufsgruppe zugehörig fühlen, die durch diese strenge gesetzliche Regelung geschützt ist und über starke Qualitätsstandards verfügt.

Zusammenfassung:

  • Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen gibt es für jeden Bereich der Heilpraxis.
  • Sie regeln das Berufsbild klar und grenzen es von anderen medizinischen oder therapeutischen Berufen ab.
  • Strenge Reglementierungen sind aber auch für die Heilpraxis selbst ein Schutz: Hier werden die Spreu vom Weizen getrennt und unseriöse Heilsversprecher ausgeschlossen.
  • Das bietet auch Heilpraktikern einen Schutz ihres Berufsstandes und bürgt für hohe Qualitätsstandards.