Es gibt zwar für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker keine rechtlichen Vorschriften, dennoch kommt ein Tierheilpraktiker nicht ganz ohne gesetzliche Grundlagen in seiner späteren Berufspraxis aus.
Auch hier zeigt eine Grafik wieder übersichtlich, welche wichtigen Gesetzesgrundlagen für Tierheilpraktiker relevant sind:

Das Heilpraktikergesetz (HPG) wurde in dieser Übersicht gestrichen, weil es nur die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung am Menschen regelt. Für Tierheilpraktiker gibt es keine spezielle Gesetzgrundlage, die ihren Beruf legitimiert.

Das Infektionsschutzgesetz:

Nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sind selbstverständlich Tierseuchen und ansteckende Krankheiten unmittelbar der zuständigen Kreisveterinärbehörde anzuzeigen. Gleichzeitig müssen die Praxisräume so beschaffen sein, dass die Ansteckungsgefahr für Tiere minimiert wird bzw. dass ansteckende in einem Quarantänebereich separiert werden können.

Das Arzneimittel- und Betäubungsmittelgesetz:

Hier gilt wieder dasselbe wie für Humanheilpraktiker: Ausschließlich homöopathische Arzneimittel dürfen von Tierheilpraktikern verordnet werden, und falls die Medikamente selbst hergestellt oder fertige Präparate verabreicht werden, müssen sie im Einklang mit den Vorschriften des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) stehen.

Das Tierschutzgesetz:

Die wichtigste Gesetzgrundlage für Tierheilpraktiker dürfte das Tierschutzgesetz sein. Hierin sind alle Vorschriften zum Schutz der Tiere und zum artgerechten Umgang mit ihnen geregelt.

Die übrigen Gesetze:

Die übrigen Gesetze, wie das Einkommensteuer- und Umsatzsteuergesetz, sowie das Sozialgesetzbuch IV, entsprechen in ihren Erläuterungen wieder exakt den Ausführungen, die bereits unter der Rubrik für Heilpraktiker  nachzulesen sind.

Zusammenfassung:

  • Grundsätzlich unterscheiden sich die Gesetzesgrundlagen für Tierheilpraktiker nicht von denen für Humanheilpraktiker.
  • Lediglich das Heilpraktikergesetz (HPG) entfällt, weil darin nur die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung am Menschen geregelt ist.
  • Hinzu kommt jedoch das Tierschutzgesetz, das die wichtigste Gesetzesgrundlage bildet.
  • Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) verpflichtet Tierheilpraktiker, Tierseuchen und andere ansteckende Tierkrankheiten, die meldepflichtig sind, dem regionalen Veterinäramt anzuzeigen.

Im Großen und Ganzen gelten für den Heilpraktiker für Psychotherapie dieselben Gesetzesgrundlagen wie für den Heilpraktiker. Aus diesem Grunde brauchen die Erläuterungen an dieser Stelle nicht mehr wiederholt werden, sondern können unter der entsprechenden Rubrik  nachgelesen werden. Aber auch für die Heilpraktiker für Psychotherapie gibt es eine Grafik, die eine Übersicht über die wichtigsten Gesetzesgrundlagen auf einen Blick bietet:


Als einzig relevantes Gesetz, das Heilpraktiker für Psychotherapie hinzukommt und erläutert werden kann, wurde das Psychotherapeutengesetz dieser Übersicht hinzugefügt.


Das Psychotherapeutengesetz:

Im Psychotherapeutengesetz (PsychThG) ist verankert, dass die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ gesetzlich geschützt ist und nur von ärztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten bzw. - auf Kinder und Jugendliche beschränkt - nur von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten getragen werden darf. Heilpraktiker dürfen sich nicht „Psychotherapeuten“ nennen, sondern müssen ihre Berufsbezeichnung „Heilpraktiker“ immer mit anführen.


Da nur die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ gesetzlich geschützt ist, nicht aber die Psychotherapie dieser Einschränkung unterliegt, dürfen Heilpraktiker angeben, dass sie zur Ausübung psychotherapeutischer Behandlungsmethoden befähigt sind und sich „Heilpraktiker für Psychotherapie“ nennen, sofern sie nicht sowieso die Gesamtheilkunde erlernt, sondern sich nur auf die Psychotherapie beschränkt haben.

Zusammenfassung:

•    Im Wesentlichen unterscheiden sich die Gesetzgrundlagen für Heilpraktiker für Psychotherapie nicht von denen der (Voll-)Heilpraktiker.
•    Lediglich das Psychotherapeutengesetz (PsychThG) kommt hinzu.
•    Darin ist geregelt, dass die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ gesetzlich geschützt ist und nur von bestimmten Berufsgruppen verwendet werden darf.
•    Nicht geschützt ist die Psychotherapie, die ebenfalls von Heilpraktikern ausgeübt werden darf. Allerdings müssen Heilpraktiker in ihrer Berufsbezeichnung angeben, dass sie „Heilpraktiker für Psychotherapie“ sind. Als Psychotherapeuten dürfen sie sich nicht bezeichnen.

Gesetzliche Grundlagen und regelnde Verordnungen sind für jeden Berufsbereich notwendig, um die Qualität zu sichern und Verbindlichkeiten zu schaffen, an denen sich alle orientieren können. So gibt es auch für die Heilpraxis und ihre drei Bereiche, Humanheilpraxis, Tierheilpraxis und Heilpraxis für Psychotherapie, eine Reihe von gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen, die jeder angehende Heilpraktiker für seinen Bereich kennen sollte.

Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen – ihr Vorteil für Heilpraktiker und Nicht-Heilpraktiker

Selbst beim besten Bemühen, bei der größten Fachkompetenz und Bereitschaft zur Weiterbildung haben es Heilpraktiker mitunter nicht immer leicht, sich neben der Schulmedizin und den klassischen Psychotherapeuten zu etablieren. Zu groß waren bislang bestehende Klüfte zwischen alternativen Heilmethoden und ganzheitlichen Therapieansätzen und der klassischen, analytischen Schulmedizin. Um „Scharlatanen“ die Möglichkeit zu nehmen, sich auf dem Gesundheitsmarkt einzurichten unter der Bezeichnung „Heilpraxis“, wurden Gesetzesgrundlagen geschaffen, die strenge Auflagen für echte Heilpraktiker mit sich brachten.

Darin liegt aber auch ein großer Vorteil für die Heilpraktiker selbst: Indem „Scharlatanen“ und unseriösen „Heilsversprechern“ die Türen verschlossen wurden, haben es seriöse Heilpraktiker gleichzeitig leichter und auch schwerer, sich in dem Beruf niederzulassen. Schwerer wird es für sie, was ihre Ausbildung betrifft, denn es gelten hohe Qualitätsmaßstäbe. Leichter wird es nach vollendeter Ausbildung, da die Gesellschaft weiß, dass Heilpraktiker aufgrund der entsprechenden Gesetzesgrundlage fachlich gründlich ausgebildete Frauen und Männer sind und ein seriöses Berufsanliegen verfolgen. Das, was den angehenden Heilpraktiker den Weg dorthin zunächst erschwert und später die Berufsausübung stark reglementiert, ist gleichzeitig ein gutes Instrumentarium, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Jeder, der den langen und fachlich anspruchsvollen Weg zur eigenen Heilpraxis meistert, kann sich danach auch einer Berufsgruppe zugehörig fühlen, die durch diese strenge gesetzliche Regelung geschützt ist und über starke Qualitätsstandards verfügt.

Zusammenfassung:

  • Gesetzliche Grundlagen und Verordnungen gibt es für jeden Bereich der Heilpraxis.
  • Sie regeln das Berufsbild klar und grenzen es von anderen medizinischen oder therapeutischen Berufen ab.
  • Strenge Reglementierungen sind aber auch für die Heilpraxis selbst ein Schutz: Hier werden die Spreu vom Weizen getrennt und unseriöse Heilsversprecher ausgeschlossen.
  • Das bietet auch Heilpraktikern einen Schutz ihres Berufsstandes und bürgt für hohe Qualitätsstandards. 

Wer eine eigene Praxis als Heilpraktiker eröffnen will, sieht sich plötzlich eine Unzahl an Gesetzen und Verordnungen gegenübergestellt. Zwar ist die Gesetzeskunde ein wesentlicher Bestandteil der Heilpraktikerausbildung, dennoch ist es gut, die wichtigsten Gesetzesgrundlagen noch einmal in einer kompakten Übersicht vor Augen zu haben.
Nachfolgende Grafik zeigt die wichtigsten Gesetzesgrundlagen Heilpraktiker auf:


  
Das Heilpraktikergesetz:

Im Heilpraktikergesetz (HPG) ist gesetzlich geregelt, dass der Heilpraktiker seinen Beruf überhaupt ausüben darf. Immerhin regelt es die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung. Das bedeutet, Heilpraktiker dürfen im Bereich der Heilkunde tätig werden, ohne Ärzte zu sein. Das Heilpraktikergesetz ist sowohl für den Heilpraktiker als auch für den Heilpraktiker für Psychotherapie relevant, für Tierheilpraktiker ist diese Gesetzesgrundlage nicht notwendig.


Das Infektionsschutzgesetz:

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat die Nachfolge des ehemaligen Bundesseuchengesetzes angetreten. Heute sind alle wichtigen Informationen zu ansteckenden Krankheiten im Mensch- und Tierbereich bzw. der richtige Umgang damit darin geregelt. So sind Krankheiten, die sich übertragen lassen, meldepflichtig an das zuständige Gesundheitsamt – ebenso wie Geschlechtskrankheiten.

Das Arzneimittelgesetz:

Das Arzneimittelgesetz (AMG) kommt dort zum Einsatz, wo der Heilpraktiker Naturheilmittel selbst verordnet. Er darf nämlich grundsätzlich keine Arzneimittel verordnen, das bleibt den Ärzten vorbehalten. Alleine homöopathische Arzneimittel dürfen auch von Heilpraktikern verordnet werden. Dabei können Heilpraktiker homöopathische Mittel durch ein spezielles Verdünnungsverfahren (Potenzierung) sogar selbst herstellen.

Das Betäubungsmittelgesetz:

Alle verordneten oder selbst hergestellten homöopathischen Mittel müssen selbstverständlich im Einklang mit dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) stehen, ansonsten würde es sich bei den Mitteln um verbotene Substanzen handeln, die als Drogen gelten.

Das Heilmittelwerbegesetz:

Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) schließt aus, dass der Heilpraktiker für seine Therapieverfahren und Anwendungen oder homöopathischen Mittel werben darf. Besonders §3 regelt klar, dass keine sog. „Heilsversprechen“ abgegeben werden dürfen, die einen Heilungserfolg in Aussicht stellen. Das betrifft mündliche Werbung über einen sicheren Behandlungserfolg, aber auch jede Versicherung, die schriftlich, zum Beispiel in Werbeflyern oder auf Webseiten, abgegeben wird.

Das Strafgesetzbuch:
Auf den ersten Blick mag man sich erschrecken und denken, wieso das Strafgesetzbuch (StGB) für Heilpraktiker relevant sein soll, schließlich ist die Berufsausübung an sich ja keine strafbare Handlung oder etwas Illegales. Illegal ist die Ausübung der Heilkunde natürlich nicht, strafbar könnte sie unter Umständen nach §223 StGB werden. Dieser Paragraf regelt die Körperverletzung. Demnach ist jede Heilmaßnahme und Untersuchung eine Körperverletzung, es sei denn, der Patient willigt in diese Behandlung zuvor ein. Versäumt der Heilpraktiker, eine Einwilligungserklärung vom Patienten unterzeichnen zu lassen, könnte er ggf. eine Strafanzeige wegen Körperverletzung riskieren. Das kommt zwar in der Praxis nur äußerst selten vor, im Zweifelsfalle droht dem Heilpraktiker aber ein Strafverfahren, wenn ein Patient ihn anzeigen würde und er auf eine vorherige Patienteneinwilligung verzichtet hat.

Das Einkommensteuer- und Umsatzsteuergesetz:

Die Einkünfte aus der Heilpraxis sind einkommensteuerpflichtig. Da der Beruf des Heilpraktikers zu den sogenannten „Freien Berufen“ zählt, brauchen Heilpraktiker keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Andererseits können sie bei ihren Abrechnungen auch keine Umsatzsteuern abrechnen und auf Anfrage quittieren und im Gegenzug selbst einen Vorsteuerabzug geltend machen. Diese, anderen Unternehmern vorbehaltenen Möglichkeiten, entfallen für Heilpraktiker. Am besten erkundigt man sich vor Praxiseröffnung aber bei einem Steuerberater, der über alles zur steuerrechtlichen Behandlung Auskunft geben kann.

Das Sozialgesetzbuch:

Das Sozialgesetzbuch IV (SGB IV) ist nur insofern für selbstständige Heilpraktiker relevant, als dass es aufzeigt, dass Freiberufler nicht mehr der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht unterliegen und sich selbst krankenversichern müssen, beispielsweise in einer privaten Krankenversicherung oder als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Auch für die Rentenversicherung ist man für den Zeitraum der Selbstständigkeit nicht mehr beitragspflichtig, erwirbt im Gegenzug dann aber auch keine Anwartschaften aus der Rentenkasse. Hier bietet sich eine private Altersvorsorge an. Im Falle einer Praxisaufgabe hat man auch keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung zu erwarten, ist dafür aber auch nicht zur Leistung von Beiträgen verpflichtet.

Zusammenfassung:

  • Eine Reihe von Gesetzen sind auch für Heilpraktiker relevant.
  • Das wichtigste aller Gesetze ist hierbei das Heilpraktikergesetz (HPG).
  • Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist geregelt, dass ansteckende Krankheiten und Geschlechtskrankheiten der zuständigen Gesundheitsbehörde zu melden sind.
  • Arzneimittelgesetz (AMG) und Betäubungsmittelgesetz (BtMG) enthalten wichtige Vorschriften über die Behandlung von Arzneimittel und deren Verordnungsmöglichkeit. Heilpraktiker dürfen nämlich außer rein homöopathischen Mitteln keine Arzneimittel verordnen.
  • Im Heilmittelwerbegesetz ist verankert, dass Heilpraktiker für ihre Verfahren nicht mit sicheren Erfolgsversprechen werben dürfen, ebenso wenig wie Ärzte und andere Angehörige der Heilberufe.
  • Das Strafgesetzbuch kommt nur insofern zur Geltung, als dass jede Heilmaßnahme und Untersuchung eine Körperverletzung und damit einen Straftatbestand darstellt. Deshalb sollten sich Heilpraktiker wie auch Ärzte immer die Einwilligung in eine Behandlung erteilen lassen.
  • Für die steuerrechtliche Einordnung ist das Einkommensteuergesetz (EStG) zuständig, nicht aber das Umsatzsteuergesetz (UStG), da Heilpraktiker als Freiberufler nicht umsatzsteuerpflichtig sind.
  • Im Sozialgesetzbuch IV ist geregelt, dass selbstständige Heilpraktiker nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen.



Wer eine eigene Praxis als Heilpraktiker eröffnen will, sieht sich plötzlich eine Unzahl an Gesetzen und Verordnungen gegenübergestellt. Zwar ist die Gesetzeskunde ein wesentlicher Bestandteil der Heilpraktikerausbildung, dennoch ist es gut, die wichtigsten Gesetzesgrundlagen noch einmal in einer kompakten Übersicht vor Augen zu haben.

Nachfolgende Grafik zeigt die wichtigsten Gesetzesgrundlagen Heilpraktiker auf:

 

Das Heilpraktikergesetz:

Im Heilpraktikergesetz (HPG) ist gesetzlich geregelt, dass der Heilpraktiker seinen Beruf überhaupt ausüben darf. Immerhin regelt es die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung. Das bedeutet, Heilpraktiker dürfen im Bereich der Heilkunde tätig werden, ohne Ärzte zu sein. Das Heilpraktikergesetz ist sowohl für den Heilpraktiker als auch für den Heilpraktiker für Psychotherapie relevant, für Tierheilpraktiker ist diese Gesetzesgrundlage nicht notwendig.

Das Infektionsschutzgesetz:

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) hat die Nachfolge des ehemaligen Bundesseuchengesetzes angetreten. Heute sind alle wichtigen Informationen zu ansteckenden Krankheiten im Mensch- und Tierbereich bzw. der richtige Umgang damit darin geregelt. So sind Krankheiten, die sich übertragen lassen, meldepflichtig an das zuständige Gesundheitsamt – ebenso wie Geschlechtskrankheiten.

Das Arzneimittelgesetz:

Das Arzneimittelgesetz (AMG) kommt dort zum Einsatz, wo der Heilpraktiker Naturheilmittel selbst verordnet. Er darf nämlich grundsätzlich keine Arzneimittel verordnen, das bleibt den Ärzten vorbehalten. Alleine homöopathische Arzneimittel dürfen auch von Heilpraktikern verordnet werden. Dabei können Heilpraktiker homöopathische Mittel durch ein spezielles Verdünnungsverfahren (Potenzierung) sogar selbst herstellen.

Das Betäubungsmittelgesetz:

Alle verordneten oder selbst hergestellten homöopathischen Mittel müssen selbstverständlich im Einklang mit dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) stehen, ansonsten würde es sich bei den Mitteln um verbotene Substanzen handeln, die als Drogen gelten.

Das Heilmittelwerbegesetz:

Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) schließt aus, dass der Heilpraktiker für seine Therapieverfahren und Anwendungen oder homöopathischen Mittel werben darf. Besonders §3 regelt klar, dass keine sog. „Heilsversprechen“ abgegeben werden dürfen, die einen Heilungserfolg in Aussicht stellen. Das betrifft mündliche Werbung über einen sicheren Behandlungserfolg, aber auch jede Versicherung, die schriftlich, zum Beispiel in Werbeflyern oder auf Webseiten, abgegeben wird.

Das Strafgesetzbuch:

Auf den ersten Blick mag man sich erschrecken und denken, wieso das Strafgesetzbuch (StGB) für Heilpraktiker relevant sein soll, schließlich ist die Berufsausübung an sich ja keine strafbare Handlung oder etwas Illegales. Illegal ist die Ausübung der Heilkunde natürlich nicht, strafbar könnte sie unter Umständen nach §223 StGB werden. Dieser Paragraf regelt die Körperverletzung. Demnach ist jede Heilmaßnahme und Untersuchung eine Körperverletzung, es sei denn, der Patient willigt in diese Behandlung zuvor ein. Versäumt der Heilpraktiker, eine Einwilligungserklärung vom Patienten unterzeichnen zu lassen, könnte er ggf. eine Strafanzeige wegen Körperverletzung riskieren. Das kommt zwar in der Praxis nur äußerst selten vor, im Zweifelsfalle droht dem Heilpraktiker aber ein Strafverfahren, wenn ein Patient ihn anzeigen würde und er auf eine vorherige Patienteneinwilligung verzichtet hat.

Das Einkommensteuer- und Umsatzsteuergesetz:

Die Einkünfte aus der Heilpraxis sind einkommensteuerpflichtig. Da der Beruf des Heilpraktikers zu den sogenannten „Freien Berufen“ zählt, brauchen Heilpraktiker keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen. Andererseits können sie bei ihren Abrechnungen auch keine Umsatzsteuern abrechnen und auf Anfrage quittieren und im Gegenzug selbst einen Vorsteuerabzug geltend machen. Diese, anderen Unternehmern vorbehaltenen Möglichkeiten, entfallen für Heilpraktiker. Am besten erkundigt man sich vor Praxiseröffnung aber bei einem Steuerberater, der über alles zur steuerrechtlichen Behandlung Auskunft geben kann.

Das Sozialgesetzbuch:

Das Sozialgesetzbuch IV (SGB IV) ist nur insofern für selbstständige Heilpraktiker relevant, als dass es aufzeigt, dass Freiberufler nicht mehr der gesetzlichen Sozialversicherungspflicht unterliegen und sich selbst krankenversichern müssen, beispielsweise in einer privaten Krankenversicherung oder als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Auch für die Rentenversicherung ist man für den Zeitraum der Selbstständigkeit nicht mehr beitragspflichtig, erwirbt im Gegenzug dann aber auch keine Anwartschaften aus der Rentenkasse. Hier bietet sich eine private Altersvorsorge an. Im Falle einer Praxisaufgabe hat man auch keine Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung zu erwarten, ist dafür aber auch nicht zur Leistung von Beiträgen verpflichtet.

 

Zusammenfassung:

·         Eine Reihe von Gesetzen sind auch für Heilpraktiker relevant.

·         Das wichtigste aller Gesetze ist hierbei das Heilpraktikergesetz (HPG).

·         Im Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist geregelt, dass ansteckende Krankheiten und Geschlechtskrankheiten der zuständigen Gesundheitsbehörde zu melden sind.

·         Arzneimittelgesetz (AMG) und Betäubungsmittelgesetz (BtMG) enthalten wichtige Vorschriften über die Behandlung von Arzneimittel und deren Verordnungsmöglichkeit. Heilpraktiker dürfen nämlich außer rein homöopathischen Mitteln keine Arzneimittel verordnen.

·         Im Heilmittelwerbegesetz ist verankert, dass Heilpraktiker für ihre Verfahren nicht mit sicheren Erfolgsversprechen werben dürfen, ebenso wenig wie Ärzte und andere Angehörige der Heilberufe.

·         Das Strafgesetzbuch kommt nur insofern zur Geltung, als dass jede Heilmaßnahme und Untersuchung eine Körperverletzung und damit einen Straftatbestand darstellt. Deshalb sollten sich Heilpraktiker wie auch Ärzte immer die Einwilligung in eine Behandlung erteilen lassen.

·         Für die steuerrechtliche Einordnung ist das Einkommensteuergesetz (EStG) zuständig, nicht aber das Umsatzsteuergesetz (UStG), da Heilpraktiker als Freiberufler nicht umsatzsteuerpflichtig sind.

·         Im Sozialgesetzbuch IV ist geregelt, dass selbstständige Heilpraktiker nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegen.


 

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

Top