Da der Heilpraktiker für Psychotherapie für viele Interessenten, die beruflich den psychotherapeutischen Weg einschlagen möchten, die zeitlich besser realisierbare Berufsalternative erscheint als der klassische Weg via Hochschulstudium plus anschließender Psychotherapeutenausbildung, ist es natürlich vielfach von Interesse, bereits vorher die Verdienstchancen auszuloten. Zwar lassen sich Verdienstchancen für Heilpraktiker für Psychotherapie nicht genau darstellen, aber man kann bereits eine ganz gute Vorstellung davon bekommen, wie sich das durchschnittliche Einkommen entwickeln könnte.


Der Heilpraktiker für Psychotherapie im Angestelltenverhältnis
Wie auch bereits für Vollheilpraktiker dargestellt, hängt der Verdienst angestellter Heilpraktiker für Psychotherapie ebenfalls im Wesentlichen von ihrer Berufserfahrung, dem jeweiligen Bundesland, dem Unternehmen und ihrem Arbeitsumfang ab. Auch für Heilpraktiker mit der einschränkenden Spezialisierung auf Psychotherapie lässt sich keine klare Einkommensentwicklung im Angestelltenverhältnis wiedergeben, da der Gehaltsrange zu groß ist: Viele angestellte HP für Psychotherapie bauen sich eine eigene Praxis auf und arbeiten nur nebenberuflich – oftmals auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung – für eine andere Praxis. Diese Einkommen müssten dann zur Errechnung des Durchschnittseinkommens mit herangezogen werden, was allerdings die tatsächliche Aussagekraft über das durchschnittliche Angestellteneinkommen von Heilpraktikern für Psychotherapie verzerrt.
 


Das Einkommen freiberuflicher Heilpraktiker für Psychotherapie
In Sachen ökonomischen Handelns unterscheidet sich der Heilpraktiker für Psychotherapie in nichts vom (Voll-)Heilpraktiker. Alle kaufmännischen Kriterien, die ein Heilpraktiker berücksichtigen muss, bestimmen auch das Handeln des Heilpraktikers für Psychotherapie. Allerdings gibt es einen Unterschied: Die gesetzlichen Krankenkassen haben psychotherapeutische Leistungen nach dem Heilpraktikergesetz in der Regel nicht in ihrem Maßnahmenkatalog aufgeführt und rechnen diese auch nicht ab.
Im Gegensatz dazu kann der (Voll-)Heilpraktiker manche gesundheitsfördernde Heilleistungen nach den Sätzen der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) abrechnen. Allerdings bieten einige private Krankenkassen ihren Mitgliedern die Option an, psychotherapeutische Leistungen nach dem Heilpraktikergesetz mitzuversichern. Liegt so eine Zusatzversicherung bei einem privat versicherten Patienten vor, kann auch der Heilpraktiker für Psychotherapie seine Leistungen nach Nummer 19 (19.1-19.8) der GebüH mit den privaten Krankenkassen abrechnen.


In allen anderen Fällen gilt für psychotherapeutische Leistungen durch Heilpraktiker: Sie werden nach dem) als Leistungen aus einem Dienstvertrag angesehen (§ 611 ff) und dementsprechend vom Heilpraktiker für Psychotherapie frei mit seinem Klienten abgerechnet. Hierbei gibt es keine verbindlichen Regelungen, in welcher Höhe sich der Abrechnungssatz bewegen muss. Der Heilpraktiker für Psychotherapie kann seine Leistungen frei abrechnen und seine Klienten suchen seine Praxis als Selbstzahler auf. Vielleicht schadet es einem Heilpraktiker für Psychotherapie allerdings nicht, sich an der) zu orientieren. Eine Verpflichtung gibt es hierzu allerdings nicht. Vielfach wird auch die Möglichkeit genutzt, pauschal nach einem gewissen Stundensatz – unabhängig von der durchgeführten Behandlungsmethode – abzurechnen.


•    Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH)
•    Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten (GOP)


Zusammenfassung:


•    Gesetzliche Krankenkassen rechnen nicht mit Heilpraktikern für Psychotherapie, sondern nur mit approbierten Psychotherapeuten ab
•    Dementsprechend gibt es keine Abrechnungsgrundlage für selbstzahlende Patienten, der Heilpraktiker für Psychotherapie ist hier in seiner Honorarfestsetzung frei
•    Einige private Krankenversicherungen bieten ihren Mitgliedern die Zusatzversicherung für psychotherapeutische Leistungen nach dem HPG an; in diesen Fällen wird gemäß der Gebührenordnung für Heilpraktiker (Nummer 19) abgerechnet
•    Bei der Abrechnung mit Selbstzahlern schadet es nicht, sich an der GOP zu orientieren
•    Viele Heilpraktiker für Psychotherapie legen aber auch einen pauschalen Stundensatz (bspw. 60,- € / Std.) unabhängig von der Behandlungsmethode fest

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