Besteht für Heilpraktiker eine Weiterbildungspflicht?

Ja, und zwar für Heilpraktiker, die einem Heilpraktikerverband angehören. Die organisierten Heilpraktiker haben sich in ihrer verbandsübergeordneten Berufsordnung zur regelmäßigen Weiterbildung verpflichtet. Wer keinem Verband angehört, ist zwar nicht zur Weiterbildung verpflichtet, wird aber auch kaum darauf verzichten können, um sein Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten. Das ist schon alleine deshalb notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, denn Qualität ist ein hohes Kriterium für die Wahl des richtigen Heilpraktikers. Nur wer sich ständig fortbildet, kann auf dem Markt bestehen.

Da es hier keine rechtliche Einschränkung gibt, kann ein Heilpraktiker so viele Praxen führen, wie er sich finanziell leisten kann, d. h., es gibt keine Begrenzung nach oben. Zu beachten ist aber, dass man seine Patienten in verschiedenen Praxen behandelt. Hier muss man sich auf eine Praxis festlegen, d. h. die Patienten, die in Praxis 1 behandelt werden, dürfen nicht ebenfalls in Praxis 2 oder 3 behandelt werden, sondern jede Praxis hat ihren eigenen festen Patientenstamm. Das Wechseln der Praxisräume für die Behandlung ein und desselben Patienten würde nämlich als im § 3 des Heilpraktikergesetzes ausgeschlossene „Heilkunde im Umherziehen“ gewertet.

Diese Frage lässt sich nicht klar beantworten, da die Behandlungsdauer von der Art des Leidens abhängt. Jedes Leiden erfordert seine eigene Behandlungstherapie. Es wird unterschieden nach chronischen und akuten Beschwerden. Hinzu kommt, dass die Heilpraxis einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt und keinesfalls nur Symptome lindert, sondern versucht, die Ursachen der Leiden zu beseitigen.

Das setzt eine längere Therapie voraus, an der der Patient aktiv mitwirkt und seine Lebensgewohnheiten umstellt. Homöopathisch-medikamentöse Behandlungen können innerhalb einiger Wochen Wirkungserfolg zeigen, manuelle Verfahren wie Massagen (klassische Massage oder die japanische Shiatsu-Massage), Anwendungen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (Akupunktur) oder intensive Naturheilverfahren benötigen einen längeren Zeitraum.

Diese Frage kann man nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten, sondern muss einen differenzierten Blick darauf werfen. Bis zum Jahr 2000 galt ein striktes Werbeverbot für Ärzte und Heilberufe, das mittlerweile in seiner strengen Form aufgehoben wurde. Hier ist aufgelistet, welche Einschränkungen auch heute noch greifen: das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). So dürfen nach dem HWG keine irreführenden Erfolgsversprechen abgegeben werden und nach dem UWG keine vergleichende Werbung stattfinden. So weit zu den Heilberufen im Allgemeinen.

Für Heilpraktiker im Besonderen gilt die eng gefasste Regelung für Ärzte, Apotheker etc. nicht (im juristischen Sinne). Die Berufsordnung für Heilpraktiker sieht jedoch eine freiwillige Selbstbeschränkung in Sachen Werbung vor, die auf jede Werbemaßnahme verzichtet, die - selbst wenn sie nach HWG und UWG zulässig wäre – einen aktiv werbenden Charakter hat. So ist in der Berufsordnung für Heilpraktiker geregelt, dass Flyer mit beschreibender (nicht anpreisender) Auflistung der eigenen Verfahren und Methoden zwar in der Praxis ausgelegt werden, nicht aber an alle Haushalte über die Briefkästen verteilt werden dürfen.

Dasselbe gilt für Zeitungsbeilagen, Plakate, Trikot- oder Bandenwerbung bei Sportveranstaltungen etc. Heilpraktiker, die sich keinem Verband angeschlossen haben, sind angehalten, sich diesem Berufsethos anzuschließen, um den Berufsstand insgesamt zu schützen und seriös zu gestalten.

Während Ärzte ihre Leistungen in der Regel mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen und sich dabei an die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) halten müssen, sind Heilpraktiker freie Dienstleister, die an keine Gebührenordnung gebunden sind. Grundsätzlich können Heilpraktiker ihre Leistungen auch nicht mit der gesetzlichen Krankenkasse abrechnen. Lediglich wenige Privatkrankenkassen bieten in bestimmten Fällen die Kostenübernahme an. In diesen Fällen gilt eine Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH), die sich an der Gebührenordnung für Ärzte orientiert.

Grundsätzlich ist der Heilpraktiker allerdings nicht verpflichtet, sich bei seinen Honorarrechnungen an einer Gebührenordnung zu orientieren. Er könnte seine Honorare völlig frei festlegen. Ob sich das immer anbietet, steht auf einem anderen Blatt, denn der Konkurrenzdruck ist groß und am Ende wird derjenige Heilpraktiker vom Patienten gewählt, der einheitliche und transparente Honorare bietet, die sich vergleichen lassen.

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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