Nein. Die zulässige Berufsbezeichnung nach dem Heilpraktikergesetz lautet „Heilpraktiker für Psychotherapie“ und darf auch nicht abgeändert werden. Möglicherweise sind alternative Bezeichnungen wie „Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz“ oder ähnliche zugelassen. Darüber gibt aber die zuständige Gesundheitsbehörde Auskunft.

 

Eine generelle Fortbildungspflicht für Heilpraktiker für Psychotherapie gibt es zwar nicht, wohl aber eine Verpflichtung zur Weiterbildung, falls man einem der Heilpraktikerverbände angehört. Die Verbände legen Wert auf größtmögliche fachliche Qualifikation ihrer Mitglieder. Auch als verbandsunabhängiger Heilpraktiker für Psychotherapie sollte man sich freiwillig zur regelmäßigen Fortbildung verpflichten, denn nur so kann man stets auf dem Laufenden bei den sich verändernden psychotherapeutischen Maßnahmen bleiben. Am Ende ist die fachliche Qualifikation schließlich auch ein wichtiges Kriterium für Klienten bei der Wahl des richtigen psychotherapeutischen Angebots.

 

Wirft man einen Blick hinüber zu den Psychotherapeuten, ist nach den Psychotherapeutenkammern der Länder und der entsprechenden Berufsordnung für Psychotherapeuten anpreisende, vergleichende oder irreführende Werbung unzulässig. Psychotherapeuten unterliegen damit demselben Berufsethos wie die Heilberufe (approbierte Ärzte) und andere Freie Berufe, bei denen das Gemeinwohl im Vordergrund steht.

Nun sind Heilpraktiker für Psychotherapie im engeren Sinne keine Psychotherapeuten, sollten sich im weiteren Sinne aber dieser Berufsgruppe zugehörig fühlen und das Berufsethos wahren. Das macht auch deshalb schon Sinn, damit Heilpraktiker für Psychotherapie eine breite gesellschaftliche Anerkennung finden und vielleicht eines Tages den Psychotherapeuten gleichgestellt sein können. Das setzt aber voraus, dass man gewisse Berufsstandards einhält und sich und seine Therapieleistungen eben nicht mittels Werbung anpreist, obgleich man es vielleicht dürfte. Gegen reine Informationen ist nichts einzuwenden, gegen anpreisende Werbung schon.

Hier greift dasselbe wie beim (Voll-)Heilpraktiker: Es gibt keine Begrenzung der Anzahl der Praxen. Soviel der Heilpraktiker für Psychotherapie führen und finanzieren kann, so viele Praxen darf er auch eröffnen. Da aber auch der Heilpraktiker für Psychotherapie ein Heilpraktiker ist, würde es als unzulässige „Heilkunde im Umherziehen“ gewertet (§ 3 HPG), wenn er die Psychotherapie für ein und denselben Klienten einmal in der einen, einmal in der anderen Praxis stattfinden lassen würde. Er muss demnach jeden Klienten immer in derselben Praxis empfangen, darf aber ohne Weiteres – zur Erweiterung seines Einzugskreises – beispielsweise im Nachbarort eine weitere Praxis eröffnen, in der er Klienten vor Ort empfängt und behandelt.

 

Eine klare Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Bevor es zu einer Therapiebehandlung beim Heilpraktiker kommt, findet zunächst ein Erstgespräch statt. Für ein Erstgespräch sollten sich beide Seiten, sowohl der Heilpraktiker als auch der Klient, genügend Zeit nehmen. In diesem Gespräch wird abgeklärt, was den Klienten belastet und ob der Heilpraktiker überhaupt helfen kann, bzw. ob die Chemie stimmt und sich der Klient auf eine therapeutische Maßnahme bei diesem Heilpraktiker einlassen möchte. An dieses Erstgespräch schließen sich weitere Therapiesitzungen an, die in der Regel auf eine Zeitstunde beschränkt bleiben. Wie viele Behandlungen notwendig werden, hängt von der Art der Indikation und vom persönlichen Fortschritt des Klienten ab.

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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