Welche Unterschiede bestehen zu Deutschland?

Kaum zu glauben, dass Deutschland tatsächlich eine Vorreiterrolle in Sachen alternativer Heilkunde einnehmen würde. Wenn man allerdings einen Blick in Richtung der Nachbarstaaten und anderer europäischer Länder wirft, sieht man schnell, dass es den Beruf des Heilpraktikers, der durch die gesetzliche Grundlage des Heilpraktikergesetzes geregelt ist, in dieser Form fast nur in der Bundesrepublik Deutschland gibt. In vielen europäischen Ländern ist die Ausübung der Heilkunde ausschließlich Ärzten vorbehalten. So sieht es beispielsweise bei unseren Nachbarn aus:

Heilpraktiker in Österreich

In Österreich ist die „Ausübung der Heilkunde“ alleine Ärzten vorbehalten, wobei ein Begriff wie „Heilkunde“ in Österreich keine Anwendung findet. Hier kennt man nur die „Ausübung des ärztlichen Berufes“ und diese ist gesetzlich im Ärztegesetz von 1998 geregelt. Auch die Traditionelle Chinesische Medizin wird nur von Ärzten mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt. Demgemäß gibt es in Österreich weder eine Ausbildungsmöglichkeit zum Heilpraktiker, noch wird die deutsche Heilpraktikerausbildung dort anerkannt. Allerdings gibt es die Möglichkeit, alleine beschränkt auf den Wellnessbereich ein sogenanntes „Energetikgewerbe“ selbstständig auszuüben. Damit ist das freie Gewerbe der „Hilfestellung zur Erreichung einer körperlichen bzw. energetischen Ausgewogenheit (Energetik)“ gemeint. Die Energetik muss sich klar von den Tätigkeitsfeldern der Gesundheitsberufe und den gesundheitsbezogenen Berufen abgrenzen und ist [Zitat] „nur dann zulässig, wenn die jeweils für die Hilfestellung einzusetzende Methode im Wohlfühlbereich ohne Eingriff in die Vorbehaltsbereiche der reglementierten Berufe angewendet werden kann.“ [Zitatende] 

Heilpraktiker in der Schweiz

Als Alternative zur Schulmedizin kennt man in der Schweiz Naturärzte und Komplementärtherapeuten. Allerdings ist die Zulassung von Alternativmedizin nicht für die gesamte Schweizerische Eidgenossenschaft einheitlich geregelt, sondern bleibt Sache der kantonalen Gesetzgebung. Dementsprechend sind Naturärzte, Komplementärtherapeuten bzw. Heilpraktiker in manchen Kantonen zugelassen und finden eine entsprechende Gesetzesgrundlage, welche die Berufsausübung regelt, in anderen Kantonen hingegen verboten. Ein anderer Teil der Schweizer Kantone verfügt über keine gesetzlichen Regelungen hierzu, duldet aber die Ausübung der Heilpraxis. Die Naturärzte Vereinigung der Schweiz (NVS) gibt auf ihrer Webseite umfassende Informationen zu allen Bereichen der Naturheilkunde heraus.

Heilpraktiker in den Niederlanden

Naturmedizin und Homöopathie werden – als Alternative zur klassischen Schulmedizin – an der Hochschule gelehrt. Es gibt hier Vollzeit- und Teilzeitstudiengänge. Eine dieser Hochschulen ist beispielsweise die Hogeschool voor Natuurgeneeswijzen Arnhem (HvNA). Es gibt daneben auch einen Homöopathen-Verband, die Nederlandse Vereiniging van Klassiek Homeopaten (NVKH).

Zusammenfassung:

Diese Kurzübersicht bietet nur einen anfänglichen und sehr groben Überblick über die Regelung zur Heilpraxis außerhalb Deutschlands. Als Ausbildungsberuf mit gesetzlicher Regelung gibt es die Heilpraxis in dieser Form nur in Deutschland. In Österreich gibt es die Heilpraxis überhaupt nicht, da es dort nur die Ausübung des ärztlichen Berufes gibt, die Medizinern vorbehalten bleibt, in der Schweiz kennt man keine einheitliche Regelung und in den Niederlanden kann man die Naturmedizin und die Homöopathie an der Hochschule studieren.

 

Wer sich für den Beruf des Heilpraktikers entscheidet, möchte natürlich wissen, wie gut seine beruflichen Chancen nach der Ausbildung stehen und wo man mit seinem hart erlernten und streng geprüften Fachwissen tätig werden kann. Dabei gibt es verschiedene Einsatzgebiete für Heilpraktiker:

Der selbstständige Heilpraktiker mit der eigenen Praxis

Der meist eingeschlagene Berufsweg eines ausgebildeten Heilpraktikers dürfte der Weg in die Selbstständigkeit mit eigener Praxis sein. Dieser Weg bietet Vor- und Nachteile: Frei in der Gestaltung seines eigenen Arbeitstages zu sein und eine Praxis nach seinen eigenen Vorstellungen führen zu können, gehört mit Sicherheit zu den großen Vorteilen der beruflichen Selbstständigkeit. Als Nachteil muss der Kostenfaktor genannt werden, ohne den es kaum geht, denn eine Praxis muss professionell eingerichtet werden. Hinzu kommen laufende Kosten für Raummiete (oder Tilgung bei Eigentum), evtl. Mitarbeiter und andere Kosten. Auch sind die Arbeitszeiten bei Selbstständigen kaum geregelt und die Tage werden in vielen Fällen wesentlich länger als bei Angestellten mit festem Arbeitsablauf.

Der angestellte Heilpraktiker: geregelte Arbeitszeiten, aber weisungsgebunden

Nicht selten scheuen Menschen vor dem Schritt in die Selbstständigkeit aus verschiedenen Gründen zurück. Sie bevorzugen die Sicherheit eines regelmäßigen Gehaltes und wählen lieber die Anstellung. Auch der Beruf des Heilpraktikers ist ein gern gewählter Anstellungsberuf und aufgrund des gestiegenen Ansehens ganzheitlicher Heilverfahren werden immer mehr Arbeitsplätze für Heilpraktiker geschaffen. Folgende Beispiele zeigen, wo Heilpraktiker häufig eine Anstellung finden können:

  • In großen, renommierten Heilpraxen zur Unterstützung des Praxisbetreibers
  • In großen Hotel- und Wellnessanlagen als kompetente Unterstützung des ganzheitlichen Gesundheits- und Wellnessangebotes
  • In ganzheitlich orientierten Kur- und Rehabilitationskliniken, in denen Heilpraktiker und Schulmediziner ergänzend zusammenarbeiten
  • Als Schulungs- oder Seminarleiter in einer anerkannten Heilpraktiker-Schule

Wer frisch seine Ausbildung erfolgreich absolviert hat und das finanzielle Risiko einer Selbstständigkeit noch nicht tragen möchte, kann als angestellter Heilpraktiker gute Berufserfahrungen sammeln, die ihm später zugutekommen. Da der Heilpraktiker nach den übereinstimmenden Berufsstatuten der Heilpraktikerverbände zur stetigen Weiterbildung verpflichtet ist, bieten ihm die meisten Anstellungsberufe in großen Kliniken, Hotels oder Praxen die Möglichkeit zur konsequenten Fortbildung. Allerdings ist der angestellte Heilpraktiker weisungsgebunden und hat sich an die Philosophie des Arbeitgebers zu halten. Eigene Ideen müssen mit dem Arbeitgeber abgesprochen werden und lassen sich unter Umständen nicht verwirklichen, wenn sie den Vorstellungen des Arbeitgebers widersprechen.

Zusammenfassung:

Die häufigste Berufswahl von Heilpraktikern ist der Schritt in die Selbstständigkeit, der oftmals ein finanzielles Risiko mit sich bringt. Auch als Angestellte finden Heilpraktiker vielfältige Anstellungsmöglichkeiten in großen Praxen, Kliniken, Hotel- und Wellnessanlagen und in Heilpraktikerschulen. Der Bedarf an Heilpraktikern ist enorm gestiegen, sodass die Berufsaussichten als sehr gut einzuschätzen sind.

Wer sich für den Beruf des Heilpraktikers interessiert, möchte natürlich auch im Vorfeld seine potenziellen Verdienstchancen ausloten. Sie sind ein wesentliches Kriterium dafür, ob eine Berufswahl attraktiv erscheint oder nicht. Feste Gehalts- und Einkommensgrößen lassen sich hierbei nicht nennen. Vieles hängt davon ab, wie der Heilpraktiker seinen Beruf ausübt: ob als Freiberufler oder als Angestellter in Voll- oder Teilzeit.


Der angestellte Heilpraktiker und die durchschnittliche Gehaltsentwicklung


Mit welchem Gehalt ein Heilpraktiker durchschnittlich rechnen kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
• Persönliche Berufserfahrung
• Ort bzw. Bundesland und die jeweiligen lokalen Vergleichsgehälter
• Unternehmen, in dem man angestellt ist
• Arbeitsumfang (Vollzeit, Teilzeit oder Minijob)


Hier eine verbindliche Aussage zu treffen, käme dem Wahrsagen mit Kaffeesatz gleich. Legt man eine Vollzeitanstellung und eine mehrjährige Berufspraxis zugrunde, liegt der deutschlandweite Durchschnittsbruttolohn etwa bei 2.200,- Euro. Allerdings gilt hier zu berücksichtigen, dass sich der Durchschnittslohn in einem großen Range bewegt, d. h., mancherorts kann ein angestellter Heilpraktiker über 3000,- Euro brutto verdienen, andernorts dafür nur 1000,- Euro. Gemittelt ergibt das dann zwar einen Schnitt von geschätzten 2.200,- Euro brutto, die aber nicht überall und für alle als verbindlich angesehen werden können.



Das Einkommen freiberuflicher Heilpraktiker


Noch viel weniger lassen sich Vorhersagen für freiberufliche Heilpraktiker treffen. Wie hoch ihr Gehalt ist, hängt von ganz bestimmten Faktoren ab:


• Wurde die Praxis erst neu eröffnet?
• Welche Leistungen werden abgerechnet? (Manche Leistungen werden von gesetzlichen und vorwiegend den privaten Krankenversicherungen übernommen)
• Bestehen noch Verbindlichkeiten für die Praxisausstattung?
• Werden Mitarbeiter beschäftigt?
• Ist die Praxis etabliert und kommen genügend Patienten?


Auch Heilpraktiker müssen – bei aller Liebe zum Beruf und bei allem Idealismus - ökonomisch rechnen. Auch sie müssen zunächst den sogenannten Break-even-Point errechnen, d.i. die Gewinnschwelle, an der alle zu erwartenden Kosten und die Einnahmen deckungsgleich sind. Erst darüber hinausgehend beginnt das eigentliche Gehalt des Heilpraktikers. Kurz gesagt: Der Heilpraktiker muss zunächst kaufmännisch ermitteln, welche Einnahmen er überhaupt mindestens erzielen muss, um seine Unkosten wie Raummiete, Verbindlichkeiten, Gehälter u.v.m. decken zu können.

Der Break-even-Point dient dann als Berechnungsgrundlage dafür, um zu ermitteln, wie viele Patienten er täglich benötigt. Auch für Heilpraktiker gibt es eine Gebührenordnung (GebüH), die in Anlehnung an die) von den Heilpraktikerverbänden entwickelt wurde. Dabei kann der Heilpraktiker nach dem BGB seine Honorarsätze zwar frei in Absprache mit dem Patienten vereinbaren, er sollte sich dennoch an den Verbandsrichtlinien orientieren.


Unterstützung für Heilpraktiker bei wirtschaftlichen Fragen


Bevor ein Heilpraktiker seine eigene Praxis eröffnet, sollte er genau kalkulieren, welche Kosten auf ihn zukommen, und wie sich die Umsätze schätzungsweise entwickeln werden. Er benötigt einen Businessplan. Im Zweifelsfalle sollte der Heilpraktiker einen Unternehmensberater hinzuziehen, der ihn bei der Praxisplanung unterstützt. Zum einen kann er die Kosten hierfür steuerlich geltend machen, zum anderen sind die Kosten für eine Unternehmensberatung immer noch besser zu verschmerzen als eine kaufmännische Fehlkalkulation, die zur Praxisaufgabe und in die Insolvenz führt. Für die laufenden Abrechnungsverfahren gibt es sehr gute Software für Heilpraktiker.

Auch hieran sollte nicht gespart werden. Last, but not least benötigt er einen guten Steuerberater. Ob Unternehmensberatung, Steuerberater oder eine optimale Abrechnungssoftware, alles verursacht Unkosten, die für die Gehaltsermittlung des Heilpraktikers mit berücksichtigt werden müssen. Damit die eigene Praxis sich aber nicht sofort als Fehlstart aufgrund falscher oder zu optimistischer Kalkulationen entpuppt, sind sie kaufmännisch betrachtet unverzichtbar und dringend anzuraten.

Zusammenfassung:


Gehaltsschätzungen sind schon für angestellte Heilpraktiker schwer zu treffen, für freiberufliche Heilpraktiker sind sie nahezu unmöglich. Wichtiger ist es für letztere Gruppe, eine genaue Kostenkalkulation durchzuführen und auf dieser Grundlage den Break-even-Point zu ermitteln. Das BGB erlaubt dem Heilpraktiker zwar die freie Honorargestaltung in Absprache mit dem Patienten, eine von den Verbänden festgelegte Gebührenordnung für Heilpraktiker jedoch gibt einen Orientierungsrahmen vor, der möglichst nicht über- oder unterschritten werden sollte.

wie ein typischer Arbeitsalltag eines Heilpraktikers abläuft, hängt im Wesentlichen von den Patienten und ihren Beschwerden selbst ab. Kein Praxistag wird genauso wie der vorhergehende ablaufen und doch werden sich mit wachsender Praxisroutine einige Abläufe ähneln und wiederholen. Die Handlungsabläufe des Heilpraktikers bestehen aus Erstanamnese, Erstdiagnostik, Therapie und Besprechungen über den Therapieverlauf. Welche der täglichen Praxisaufgaben in welcher Reihenfolge oder Häufigkeit anfallen, hängt in der Regel vom Patientenaufkommen ab. Kommen viele Erstpatienten in die Praxis, wird der Tagesablauf zunächst primär durch Diagnostik und Anamnese geprägt sein.

Erst in den Folgeterminen werden Therapieverfahren angewandt. Ein selbstständiger Vollzeit-Heilpraktiker mit eigener Praxis kann – ähnlich wie auch ein Arzt – mit einem langen Praxistag rechnen, denn zur Patientenbehandlung kommen noch kaufmännische und buchhalterische Tätigkeiten hinzu, sofern man hierfür keine Mitarbeiter beschäftigt hat. Ein Arbeitstag von zehn bis sechzehn Stunden ist dabei nicht unüblich.


Die Erstanamnese – mit ihr steht und fällt die gesamte Heilpraxis
 

Eine therapeutische Beziehung zwischen Patient und Heilpraktiker muss auf solide Grundlagen gestellt werden. Daher beginnt jede Zusammenarbeit mit der Erstanamnese. Hierin unterscheiden sich Heilpraktiker von Ärzten auf den ersten groben Blick kaum, denn auch die Schulmedizin arbeitet mit einer gründlichen Anamnese. Unter Anamnese versteht man die gründliche Befragung des Patienten nach seinen Beschwerden und seine persönlichen Lebensumständen. Während die Schulmedizin vorwiegend einen symptombetonteren Fragenkatalog bei der Erstanamnese anwendet, stellt der Heilpraktiker in den meisten Fällen auch Fragen zur ganzheitlichen Lebenssituation, die scheinbar nicht erkennbar in einem Zusammenhang mit dem akuten Problem stehen müssen.

Die Erstdiagnostik – der Heilpraktiker macht sich ein praktisches Bild

Neben der Erstanamnese gehört die Erstuntersuchung mit verschiedenen Diagnoseverfahren zum wichtigsten Vorgang im Praxisablauf eines Heilpraktikers. Hierzu zählen die bekannten Untersuchungsmethoden wie Abhören, Abklopfen, Iris- und Zungendiagnostik, Harn- und Blutuntersuchungen und vieles mehr.

Die Therapie – die richtige Behandlungsmethode wählen

Da die Heilpraxis verschiedene Therapieverfahren kennt, u.a. Homöopathie, Spagyrik, Bioresonanztherapie, Blutegelbehandlung und vieles mehr, kann der Heilpraktiker erst aufgrund einer gründlichen Erstuntersuchung die entsprechenden Therapieverfahren einleiten.
 
Das Kaufmännische – oft ungeliebt, aber unverzichtbar

Natürlich wünscht sich jeder Heilpraktiker kaum etwas anderes als den Umgang mit den Patienten. Dafür wurde er ausgebildet, darin sieht er seine Berufung: nämlich Menschen zu helfen. Trotzdem gehören kaufmännische Dinge wie Kassenabrechnungen, private Honorarrechnungen zu verfassen und Buchhaltung für die Steuer zu führen dazu. Die wenigsten werden diese Dinge lieben, aber sie sind in den Praxisalltag integriert und werden in der Regel nach Praxisschluss noch durchgeführt.

Zusammenfassung:

Wer sich als Heilpraktiker nicht sofort Angestellte für die tägliche Praxisunterstützung leisten kann, muss neben den typischen Berufsabläufen eines Heilpraktikers – also Erstanamnese und –diagnostik, Therapie und Therapiedurchsprache – noch alle kaufmännisch-administrativen Tätigkeiten selbst durchführen. Das verlängert den Praxistag erheblich, sodass ein selbstständiger Heilpraktiker nicht selten auf 10 bis 16 Stunden Arbeitszeit kommt.

Die Berufsordnung des Heilpraktikers

Zwar gibt es für die Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung eine gesetzliche Grundlage durch das Heilpraktikergesetz, nicht aber eine gesetzliche Grundlage für die Ausbildungsregelung. Auch wenn der Gesetzgeber hier nicht mehr als notwendig in die Ausbildung eingreift, gibt es doch verschiedene Berufsverbände für Heilpraktiker, die sich einmal die Erstellung verbindlicher Berufsrichtlinien zum Ziel gesetzt hatten und diese auch 1992 in der Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) einheitlich festgehalten haben.


In welchen Verbänden können sich Heilpraktiker organisieren?


Der großen Berufsgemeinschaft der vielen Heilpraktiker in Deutschland ist es selbstverständlich wichtig, dass nur seriöse und ethisch einwandfrei arbeitende Menschen die Heilkunde praktizieren dürfen, denn Unseriosität würde das Ansehen des gesamten Berufsstandes stark gefährden. Aus diesem Grunde haben sich Heilpraktiker in verschiedenen Verbänden organisiert:

•    Allgemeiner Deutscher Heilpraktikerverband e.V. (ADHV)
•    Berufsverband Deutsche Naturheilkunde e.V. (BDN)
•    Bund Deutscher Heilpraktiker e.V. (BDH)
•    Bund Deutscher Heilpraktiker und Naturheilkundiger e.V. (BDHN)
•    Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V. (FDH)
•    Freie Heilpraktiker e.V. Berufs- und Fachverband (FH)
•    Freier Verband Deutscher Heilpraktiker e.V. (FVDH)
•    Union Deutscher Heilpraktiker e.V. (UDH)
•    Verband Deutscher Heilpraktiker e.V. (VDH)
•    Verband Heilpraktiker Deutschland e.V. (VHD)
•    Verband Unabhängiger Heilpraktiker e.V. (VUH)
•    Vereinigung Christlicher Heilpraktiker e.V. (VCHP)


In der Regel bieten alle diese Verbände auch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Heilpraktiker an.


BOH – die einheitliche Berufsordnung der Heilpraktiker


Man könnte denken, dass bei zwölf unterschiedlichen Berufsverbänden ein Tohuwabohu an unterschiedlichen Berufsrichtlinien herrschen müsste, das mehr für Verwirrung als für eine klare Regelung der Berufspraxis der Heilkunde sorgt. Dem ist nicht so. Im Jahr 1992 haben sich die verschiedenen Berufsverbände für Heilpraktiker auf einheitliche Richtlinien geeinigt, die in der) festgelegt sind. In der BOH sind klare und einheitliche Kriterien des Berufsstandes geregelt, die das Heilpraktikergesetz darüber hinausgehend unberührt lassen.


Was ist in der BOH geregelt?


Grob gesagt regelt die BOH alle Punkte, die im Wesentlichen für die Berufspraxis des Heilpraktikers relevant sind. Dazu zählen insbesondere folgende Punkte:


•    Berufsgrundsätze
•    Berufspflichten
•    Schweigepflicht
•    Aufklärungs-, Dokumentations- und Sorgfaltspflicht
•    Pflicht zur Weiterbildung
•    Praxisort und Praxisräume
•    Werbung
•    Außenauftritt des HP (Praxisschilder, Drucksachen, Stempel, Verzeichniseintragungen und Inserate)
•    Besondere Bezeichnungen
•    Krankenbesuche, Arzneimittel und deren Verordnung
•    Haftpflicht und Meldepflicht
•    Beschäftigung von Hilfskräften
•    Berufsinsignien
•    Berufsaufsicht und Standesdisziplin
•    Hinzuziehung eines zweiten HP
•    Vertrauliche Beratung
•    Zuweisung gegen Entgelt
•    Vertretungsregelung bei Abwesenheit oder Krankheit
•    Verstöße gegen die Berufsordnung

Zusammenfassung:


Die verschiedenen Berufsverbände für Heilpraktiker in Deutschland haben sich 1992 auf eine einheitlich verbindliche Berufsordnung für Heilpraktiker (BOH) geeinigt. Hierin sind vor allem ethische Prinzipien des Berufsstandes zur Berufsausübung geregelt. In nachfolgender Grafik sehen Sie noch einmal das Wichtigste auf einen Blick:

 

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