Tierheilpraktiker Ausbildung

Rund um die Ausbildung zum Tierheilpraktiker

 

Der Tierheilpraktiker trägt eine sehr große Verantwortung für seine tierischen Patienten. Das liegt vor allem daran, dass Tiere nicht per Sprache differenziert und exakt mit ihm kommunizieren können. Also braucht er neben seinem Fachwissen zudem eine große Portion Einfühlungsvermögen, eine gesunde Intuition und vor allem Feingefühl. Aber auch das fachliche Wissen ist sehr wichtig. Dazu muss er eine fundierte Ausbildung machen und erlangt vertieftes Wissen über Anatomie und Diagnoseverfahren.

 

So muss der angehende Tierheilpraktiker beispielsweise wissen, wie Bewegungs- und Verdauungsapparate der unterschiedlichen Tierarten aufgebaut sind und funktionieren. Zu den anatomischen Kenntnissen kommen noch Ausbildungsinhalte über die Funktion der Atemorgane, über den Urogenitalbereich, aber auch über das vegetative Nervensystem, über den Herz-Kreislauf-Komplex und viele weitere organische Funktionen.

 

Zu den wichtigsten Diagnose- und Heilverfahren in der Tierheilkunde zählen die:

 

  • Akupunktur
  • Bachblütentherapie
  • Anwendung von Schüßlersalzen
  • Homöopathie
  • Phytotherapie
  • Humoraltherapie (wobei man hierbei davon ausgeht, dass sowohl der Blutkreislauf wie auch der übrige Flüssigkeitshaushalt in stetem Austausch miteinander stehen und man hier ansetzen muss, wenn es zu Störungen kommt)

 

Anders als beim Heilpraktiker im Humanbereich ist der Begriff „Tierheilpraktiker“ nicht durch das Heilpraktikergesetz geschützt und verlangt keine amtliche Überprüfung und anschließende Zulassung. Das bedeutet zunächst, dass jeder ohne den geringsten Nachweis fundierter Kenntnisse ungehindert an den geliebten Haustieren herumdoktern dürfte. So erschreckend diese Erkenntnis auf den ersten Blick ist, so viel Chancen bietet sie auch für denjenigen, der sich ernsthaft auf diesen Beruf einlassen möchte.

Immerhin erhält der ausgebildete Tierheilpraktiker ein Zertifikat, das seine Qualifikation nachweist. Damit hebt er sich entscheidend von allen anderen, unqualifizierten Anbietern ab. Da man weiß, wie sehr Menschen ihre Tiere lieben, dürfte kaum in Frage gestellt werden, welchem Tierheilpraktiker wohl eher das eigene Haustier anvertraut wird: dem unqualifizierten oder dem Tierheilpraktiker mit Zeugnis? Damit wird eine gute Ausbildung zu einer späteren Auftragsgarantie.