Da es keine gesetzliche Regelung zur Ausübung der Tierheilpraxis gibt, ist auch die Ausbildung für diesen Beruf nicht geregelt. Wenn die Ausbildung nicht rechtlich geregelt ist, gibt es demzufolge auch keine Vorschriften, welche Voraussetzungen man überhaupt mitbringen muss, um Tierheilpraktiker zu werden. Beim Human-Heilpraktiker sind es zum Beispiel die Vollendung des 25. Lebensjahres und ein polizeiliches Führungszeugnis, was gegeben sein muss, dass eine Praxis überhaupt eröffnet werden darf.

Auch gibt es keine einheitliche Berufsverordnung, die rechtlich verbindlich ist. Allerdings haben sich verschiedene Berufsverbände für Tierheilpraktiker zusammengeschlossen und eine Berufsordnung erstellt, der zufolge sich ein Tierheilpraktiker zur Einhaltung bestimmter Berufsstandards verpflichtet, unter anderem auch zur Fortbildung. In manchen Bundesländern dürfen Praxisräume nur nach vorheriger Genehmigung des zuständigen Kreisveterinäramtes in Betrieb genommen werden. Dazu sehen sich die zuständigen Veterinäre die Räumlichkeiten an und verlangen auch unter Umständen einen Sachkundenachweis. Das gilt allerdings nicht für alle Bundesländer einheitlich. Auskunft hierzu bekommt man beim regional zuständigen Veterinäramt.


Persönliche Voraussetzungen für den Beruf des Tierheilpraktikers


Es gibt weder ein vorgeschriebenes Mindestalter noch sonstige rechtlich vorgegebene Voraussetzungen. Allerdings sollten sich Berufsinteressenten darüber im Klaren sein, dass der Beruf des Tierheilpraktikers eine große Verantwortung für das Leben und die Gesundheit von Tieren bedeutet. Man sollte diesen Beruf nur dann erwählen, wenn man sich selbst reif genug dafür fühlt, die Behandlung von Tieren durchzuführen. Sie suchen einen Klienten auf, die dem Tierheilpraktiker ihre Haustiere, die vollständige Familienmitglieder sind, anvertrauen. Man sollte demnach selbst in der Lage sein, seine große Verantwortung zu erkennen und auch seine persönlichen Grenzen auszuloten.

Jeder stößt mit seinem Fachwissen irgendwo einmal an seine Grenzen. In solchen Fällen gehört es zum Verantwortungsbereich eines guten Tierheilpraktikers, an andere fachkompetente Stellen zu verweisen, zum Beispiel an einen Kollegen mit anderen Fachschwerpunkten oder an einen Tierarzt. Da es kein gesetzliches Mindestalter zur Berufsausübung der Tierheilpraxis gibt, sollte jeder einzelne Berufsinteressent in sich reif genug sein, die große Verantwortung zu tragen, die der Beruf mit sich bringt.


Schulische Voraussetzungen für den Beruf des Tierheilpraktikers


Da die verbindlichen Rechtsvorschriften beim Tierheilpraktiker fehlen, ist auch kein Mindestschulabschluss vorgeschrieben. So können auch Menschen ohne jeglichen Schulabschluss und ohne Ausbildung Tierheilpraktiker werden. Als Mindestvoraussetzung dürfte selbstverständlich sein, dass der Berufsinteressent die deutsche Sprache beherrschen sowie lesen und schreiben können sollte. Wer über ein gesundes Verantwortungsbewusstsein verfügt, kann auch ohne Schulabschluss eine neue Berufschance erhalten. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass das Erlernen des Fachwissens auf eigene Kosten erfolgt.

Der Verband Freier Tierheilpraktiker warnt jedoch davor, die Tierheilpraxis als einzigen beziehungsweise als Erstberuf zu erlernen. Es ist immer besser, wenn man noch eine andere Berufsausbildung vorzuweisen hat und später auf die Tierheilpraxis umschult, anstatt sich ausschließlich auf diesen Beruf zu konzentrieren. Da es keine gesetzlichen und einheitlichen Regelungen für den Beruf des Tierheilpraktikers gibt, gilt dieser auch nicht als anerkannter Ausbildungsberuf und ist als Referenz in Lebensläufen eher zweitrangig zu bewerten.

Fortbildungspflichten nach der Berufsverordnung


Wer sich als Tierheilpraktiker einem Berufsverband anschließt, der verpflichtet sich damit auch, regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen nachweislich teilzunehmen. Das hat mehrere Vorteile: Der Tierheilpraktiker kann damit jederzeit nachweisen, fachlich immer auf dem neuesten Stand zu sein und er steht unter dem Schutz eines großen Verbandes, was ihn gegenüber seinen Klienten fachlich legitimiert. Tierheilpraktiker, die sich einem Verband anschließen und ihre Fachkompetenz nachweisen, sind für potenzielle Klienten vertrauenswürdiger als solche, bei denen nicht sicher ist, woher sie ihre Fachkompetenz überhaupt bezogen haben.


Zusammenfassung:


Für den Beruf des Tierheilpraktikers gibt es keine rechtlich verbindlichen Anforderungen hinsichtlich persönlichen und schulischen Voraussetzungen. Jeder kann den Beruf des Tierheilpraktikers ergreifen. Unter Umständen muss man in manchen deutschen Bundesländern einen Praxisbetrieb beim zuständigen Veterinäramt genehmigen lassen.

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