Es ist unverzichtbar, dass Heilpraktiker Seminare besuchen und sich regelmäßig fortbilden. Wer sich einem Verband anschließt, verpflichtet sich sogar dazu, regelmäßige Heilpraktiker Seminare und andere berufsrelevante Fortbildungen zu besuchen. Vollheilpraktiker haben täglich mit der körperlichen und seelischen Gesundheit ihrer Patienten zu tun. Heilpraktiker für Psychotherapie behandeln psychische Störungen und Tierheilpraktiker sind für die Gesunderhaltung vieler geliebter Haustiere verantwortlich. Sowohl die seelische als auch die körperliche Gesundheit von Mensch und Tier ist ein kostbares Gut. Wer beruflich damit zu tun hat, trägt größte Verantwortung. Dabei bezieht sich die Verantwortung auch darauf, fachlich immer auf dem neuesten Stand zu sein.
Methoden können sich ändern, neue Behandlungsmethoden und Naturheilverfahren können entwickelt werden. Sein Fachwissen beherrscht der Heilpraktiker selbstverständlich. Dass er aber auch in allen Weiterentwicklungen bei Methoden und Verfahren immer auf dem neuesten Stand ist, garantiert er durch den Besuch von Seminaren und Fortbildungen.

Seminare für Heilpraktiker

Was für die Medizin gang und gäbe ist, sollte auch für die Heilkunde gelten: Es kommen immer neue Erkenntnisse hinzu. Einige Methoden werden von neueren Verfahren abgelöst. Auch im Bereich von Phytotherapie und alten Naturheilverfahren, die bereits seit Tausenden von Jahren Bestand haben, können neue Aspekte das breite Fachwissen ergänzen. Heilpraktiker finden demzufolge eine große Palette an Seminaren, die für ihre fachliche Fortbildung wichtig sind. Daneben gibt es allerdings auch Seminare für die erfolgreiche Bewältigung administrativer Tätigkeiten, wie zum Beispiel effektives Zeitmanagement oder Tipps für die Buchführung. Nicht zu vergessen sind die vielen Erweiterungsmöglichkeiten der fachlichen Kompetenzen. So gibt es auch Fachseminare, die Wissen vermitteln, das nicht unbedingter Ausbildungsbestandteil war, aber den eigenen Klienten durchaus weiterhelfen kann, wie zum Beispiel das Neurolinguistische Programmieren, Reiki, Shiatsu oder Ähnliches. Hier finden Sie eine Reihe von guten Seminarangeboten, mit denen Sie Ihre Fachkompetenzen erweitern können:

Paracelsus - Aus- und Weiterbildungsprogramm

Seminare für Heilpraktiker für Psychotherapie

Der Bereich der seelischen Gesundheit ist stetigen Innovationen unterworfen. Therapiemethoden, die einst regelmäßig angewandt wurden, können heute längst durch andere abgelöst worden sein. Die Psychotherapie ist kein statisches Feld, sondern ein sich stetig wandelnder Bereich. Neben den klassischen Therapieverfahren bekommt auch die Balance zwischen Körper, Geist und Seele eine weitaus größere Bedeutung als noch vor einigen Jahren. So kann ein Heilpraktiker für Psychotherapie weitere Skills erlangen, indem er sich über Seminare in Entspannungs- und Harmoniemethoden fortbildet oder er erlangt Officekenntnisse, mit denen er seine Verwaltung optimieren kann. Seminare gibt es für alle relevanten Bereiche.

Seminare für Tierheilpraktiker

Um sich in einem rechtlich noch weitgehend ungeschützten Berufsbereich so weit wie möglich abzusichern, schließen sich die meisten Tierheilpraktiker einem der großen Verbände an. Ein Verband garantiert Qualität und sichert die Berufsethik. Als Verbandsmitglieder verpflichten sich Tierheilpraktiker aber auch per Satzung zur regelmäßigen Fortbildung. Neben verbandsinternen Fortbildungen bieten sich auch freie Seminare für Tierheilpraktiker an.

Die Ausbildung zum (Human-)Heilpraktiker vermittelt dem Berufsinteressenten ein sehr komplexes und tief fundiertes Fachwissen. Am Ende der Ausbildung steht die amtsärztliche Überprüfung durch die regionalen Gesundheitsämter. Diese Prüfungen haben deutschlandweit bekanntermaßen eine sehr hohe Durchfallquote. Damit soll sichergestellt werden, dass tatsächlich nur diejenigen zum Heilpraktiker zugelassen werden, die wirklich über einen sehr breit gefächerten Fundus an Fachkompetenz verfügen. Es ist eine Maßnahme, um die Spreu vom Weizen zu trennen.


Die Didaktik in der Heilpraktikerausbildung
Um ein so komplexes Repertoire an Fachwissen aufnehmen und langfristig verinnerlichen zu können, sollten Schulungsunterlagen bzw. Unterrichtseinheiten didaktisch optimal aufbereitet sein. Die Didaktik wird auch als „Kunst des Lehrens“ bezeichnet. Es spielt eine wesentliche Rolle, auf welche Art und in welcher Reihenfolge Lerninhalte aufgenommen werden. Die mangelnde Didaktik ist der Grund, der gegen ein reines, ungesteuertes Selbststudium spricht. Nach entsprechenden didaktischen Regeln jedoch lassen sich auch komplexeste Inhalte gut strukturiert aufnehmen und im Langzeitgedächtnis verankern.
 

 

 


 
Effektiveres Lernen in der Gruppe
Auch in der Berufsausbildung zum Heilpraktiker kann man von der Dynamik profitieren, die sich in Gruppen ergibt. Der regelmäßige Austausch mit anderen hilft, Lerninhalte noch besser zu verarbeiten, weil dabei verschiedene Kanäle angesprochen werden. Im interaktiven Austausch mit anderen festigen sich auch komplexe Themen und bleiben langfristig im Gedächtnis gespeichert.


Ausbildungsinhalte der Heilpraktikerausbildung
Die Ausbildung zum Heilpraktiker umfasst Elemente aus der Physiologie, der alternativen Heilkunde und aus der Gesetzeskunde. Im Einzelnen können die Schwerpunkte dieser Ausbildungsinhalte leicht von Schule zu Schule beziehungsweise Lerninstitut variieren, doch im Großen und Ganzen sind die in der Übersicht enthaltenen Ausbildungsinhalte diejenigen Themenfelder, mit denen der Prüfling später bei der amtsärztlichen Überprüfung konfrontiert wird. Das Erlernen der medizinischen Grundlagen ist dabei unverzichtbar. Ein Heilpraktiker arbeitet – wie der Arzt – in einem Bereich für Human-Gesundheit. Da kommt es darauf an, dass Kenntnisse von Anatomie und Physiologie vorhanden sind, um pathologische von gesunden Erscheinungen unterscheiden zu können. Diese medizinischen Grundlagenkenntnisse indessen sind es auch, die manche Heilpraktiker-Kandidaten verzweifeln lassen. Das Themenfeld ist komplex und kompliziert. Aber es ist unverzichtbar und eine große Herausforderung, der sich jeder ernsthafte Berufskandidat stellen sollte. Nachfolgende Grafik gibt einen groben Überblick über die gängigen Ausbildungsinhalte:
 
Zusammenfassung:

•    Bei einer so wichtigen und komplexen Thematik wie der Heilpraktikerausbildung ist eine optimale Fachdidaktik unverzichtbar.
•    Das Lernen in einer Gruppe erleichtert den Zugang zu den Themenfeldern.
•    Die Heilpraktikerausbildung bietet medizinische Grundlagenkenntnisse der Anatomie, Physiologie und Pathologie, naturheilkundliche Methoden und nicht zuletzt die komplexe Gesetzeskunde. 

Um in etwa eine gute Vorstellung von den zu erwartenden Kosten für eine Heilpraktikerausbildung zu bekommen, lohnt es sich, einige Präsenz- und Fernschulen zum Vergleich heranzuziehen und daraus einen Mittelwert abzuleiten, der sich dann als Kalkulationsfaktor für die Ausbildungsplanung eignet.

Verschiedene Heilpraktikerschulen und Fernschulen im Kostenvergleich:
 

Name der Schule

Art des Unterrichts

Kosten

Anmerkungen

Deutsche Heilpraktikerschule Michael Bochman

Teilzeitunterricht in Tages- oder Abendkursen

 

5800,-

Inklusive Einschreibegebühr

Amara Schulen für Naturheilkunde und Heilpraxis

Vollzeitunterricht

5950,-

Bei Vorauszahlung

Amara Schulen für Naturheilkunde und Heilpraxis

Vollzeitunterricht

6200,-

Bei Teilzahlung

Humanum Heilpraktikerschule

Teilzeitunterricht

2280,-

Bei Vorauszahlung

Humanum Heilpraktikerschule

Teilzeitunterricht

2580,-

Bei Ratenzahlung

Heilpraktiker-Intensivschule

Intensivkurs 10 Monate

3800

Bei monatlicher Zahlung

SGD / ILS Fernkurs Heilpraktiker

20 Monate Fernstudium

2780,-

Bei monatlicher Zahlung

Gesamtkosten

29390,-

Mittelwert: 4199,-

 

 
Rechnet man Voll- und Teilzeitunterrichte zusammen, ergibt sich ein Mittelwert von knapp 4200,- Euro. Dabei reicht die Spanne allerdings von 2300,- bis 6200,- Euro. Hier gilt es, die einzelnen Leistungen der Schulen genau miteinander zu vergleichen und gegeneinander abzuwägen. In dieser Aufstellung ist bei den Vergleichsschulen die Einschreibegebühr bereits inbegriffen. Es gibt aber auch Heilpraktikerschulen, die zeigen den Nettobetrag auf und erheben zusätzlich eine Einschreibegebühr, die bis zu 450,- Euro betragen kann.

Finanzierungsmöglichkeiten für angehende Heilpraktiker

Wie die Übersicht zeigte – und sie gibt lediglich einen Bruchteil der vielen Schulungsangebote wieder – schwanken die Kosten für eine fundierte Heilpraktikerausbildung enorm. Gut 4000,- Euro sollte man im Schnitt einplanen, wenn man die Absicht hat, sich zum Heilpraktiker ausbilden zu lassen. Da stellt sich für viele die Frage, wie diese Ausbildung idealerweise zu finanzieren ist.


Es gibt einmal den Weg der größtmöglichen Ersparnis und daneben den Weg der Finanzierung durch überschaubare Monatsbelastungen.


•    Größtmögliche Ersparnis: Wem es darauf ankommt, die Gesamtkosten seiner Ausbildung so gering wie möglich zu halten, sollte die Ausbildungskosten in einer Summe vor Ausbildungsbeginn entrichten. Hier bieten die Heilpraktikerschulen und Fernlehrinstitute in der Regel attraktive Rabatte an. Das lassen sich mitunter einige Hundert Euro an den Gesamtkosten sparen.

Wer bereits weiß, dass er sich in Zukunft zum Heilpraktiker ausbilden lassen möchte, kann bereits darauf hinsparen. Das wäre die intelligenteste Form. Man spart beizeiten seine Ausbildungssumme im Vorfeld an und entrichtet anschließend die Kosten vor Ausbildungsbeginn in einer Summe – und kommt in den Genuss der Rabatte.

Eine weitere Möglichkeit wäre der Bankkredit. Man nimmt sich das Geld zu einem günstigen Zinssatz bei seiner Bank auf, zahlt an die Bank geringe Monatsraten ab und kann dennoch bei der Heilpraktikerschule den Rabatt kassieren. Ob sich dieser Weg allerdings wirklich rechnet, hängt von den Zinskonditionen der jeweiligen Bank ab. Wenn die zurückzuzahlende Gesamtsumme an die Bank die Gesamtkosten der Heilpraktikerschule oder des Fernlehrinstituts bei eingeräumter Ratenzahlung übersteigt, lohnt sich dieser Weg nicht wirklich.

•    Tragbare Monatsbelastungen: Es steht bereits fest, dass man die Ausbildung machen möchte und man hat keine Möglichkeit mehr, solange zu warten, bis die Summe angespart ist. Über die Gesamtsumme als Sparguthaben verfügt man auch nicht. Hier bieten die Schulen in der Regel die Möglichkeit an, sich die Ausbildung in überschaubaren Monatsraten zu finanzieren. Die Gesamtkosten liegen hier etwas höher als bei der Entrichtung der Gebühren in einer Summe, jedoch hält sich der Preisaufschlag in Grenzen. Meistens handelt es sich hier um Beträge von zwei bis dreihundert Euro, die sicherlich dann zu verschmerzen sind, wenn man dafür eine tragbare Ratenzahlung eingeräumt bekommt.

Staatliche Unterstützung für die Heilpraktikerausbildung

Jemand ist arbeitslos und beschließt, sich zum Heilpraktiker ausbilden zu lassen, um sich einerseits beruflich zu qualifizieren und andererseits nach Ausbildungsende in die Selbstständigkeit einzutreten. Damit würde er seiner Arbeitslosigkeit in absehbarer Zeit ein Ende bereiten. Da die Wiedereingliederung des Arbeitslosen in das Berufsleben absolut im Interesse des Staates liegen müsste – so denkt man – müsste es doch die Möglichkeit geben, sich die Ausbildung fördern oder zumindest bezuschussen zu lassen. So einfach ist es jedoch nicht.
•    Übernahme der Ausbildungskosten: Nach § 10 SGB III konnten die Ausbildungskosten tatsächlich übernommen werden, wenn die Bundesagentur für Arbeit dies in ihrem eigenen Ermessen für notwendig erachtete. Das ermöglichte es im Einzelfall, auch Ausbildungen zum Heilpraktiker zu fördern.

Allerdings war dies eine Kann-Regelung, auf die es keinen gesetzlichen Anspruch gab. Mittlerweile ist der § 10 des Sozialgesetzbuches III jedoch weggefallen und damit die Möglichkeit, Förderungsansprüche geltend zu machen. Ob es überhaupt noch eine staatliche Übernahme der Ausbildungskosten in einzelnen Ausnahmefällen gibt, ist daher mit der jeweiligen Arbeitsagentur vor Ort individuell abzuklären.

•    Die Bildungsprämie: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung sichert Menschen Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung durch eine zweigliedrige Bildungsprämie zu. Einmal gibt es den Prämiengutschein und daneben das Bildungssparen.

Berechtigt zur Inanspruchnahme des Prämiengutscheins sind alle Berufstätigen mit einem zu versteuernden Einkommen von nicht mehr als 20.000,- Euro bei Ledigen oder 40.000,- Euro bei Erwachsenen. Voraussetzung ist, dass sie an mindesten 15 Stunden die Woche erwerbstätig sind. Auch eine selbstständige Tätigkeit zählt dazu. Mit dem Prämiengutschein werden 50% der Weiterbildungskosten übernommen, maximal 500,- Euro. Ob sich eine regionale oder überregionale Ausbildung zum Heilpraktiker fördern lässt, hängt davon ab, ob man die Zugangsvoraussetzungen erfüllt und ob diese Weiterbildungsmaßnahmen gefördert werden. Eine kostenlose Hotline 0800 – 262 3000 gibt genau Auskunft darüber.

Das Bildungssparen ist eine weitere Komponente, die alle Arbeitnehmer betrifft, die nach dem Vermögensbildungsgesetz sparen: Das Bildungssparen

Hier geht es nicht nach Einkommensobergrenzen, sondern nach Sparverträgen, die zur Förderung durch vermögenswirksame Leistungen berechtigt sind. Diese vermögenswirksamen Leistungen sind gesperrt und ein vorzeitiger Zugriff darauf würde die Leistungsberechtigung zunichtemachen. Eine Ausnahme bildet das Bildungssparen. Hier darf – im Rahmen der Finanzierung einer Weiterbildungsmaßnahme – auf die VL zugegriffen werden, ohne sich prämienschädlich auszuwirken. Aber auch hier sollten Interessenten sich genau informieren. Die Hotline gibt auch hierzu Auskunft.


 

Steuervorteile: Wer sich berufsbegleitend zum Heilpraktiker ausbilden lässt, kann seine Ausbildungskosten auch bei seiner Einkommenssteuererklärung geltend machen. Auskünfte in Steuersachen erteilen hierzu die Steuerberater oder regionale Lohnsteuerhilfevereine. Noch ein Tipp am Rande: Auch Finanzämter sind zur Auskunft in Steuersachen verpflichtet. Kein Sachbearbeiter darf einem Ratsuchenden Erläuterungen des Steuerrechts verweigern. Wenn man also Auskünfte über die Abzugsfähigkeit von Heilpraktiker-Schulungskosten bei den Werbungskosten sucht, steht auch der zuständige Sachbearbeiter während der Sprechzeiten zur Verfügung.

Besonderheiten für Zeit- und Berufssoldaten: Die Paracelcusschulen bieten in ihrer Heilpraktikerausbildung auch Zeit- und Berufssoldaten die Möglichkeit, ihre Heilpraktikerausbildung nach dem) fördern zu lassen, indem sie sich vom Dienst freistellen lassen können und trotzdem Bezüge beziehen. Ob diese Möglichkeit auch bei anderen Vollzeit-Schulen besteht, sollte im Einzelfall mit der anbietenden Schule abgeklärt werden.

Zusammenfassung:
•    Man sollte für die Gesamtkosten der Ausbildung gut 4000,- Euro einplanen. Manche Schulformen sind etwas günstiger, andere etwas teurer.
•    Wer die größtmögliche Ersparnis sucht, sollte die Gesamtkosten in einer Summe entrichten können, denn dann gibt es in der Regel attraktive Rabatte.
•    Wer die Kosten nicht in einer Summe aufbringen kann, bekommt von den meisten Heilpraktikerschulen und Fernlehrinstituten eine tragbare Ratenzahlung angeboten.
•    Ob sich zur Ausbildungsfinanzierung die Aufnahme eines Bankkredites lohnt, hängt von der jeweiligen Schule und ihren Kosten sowie von den aktuellen Zinskonditionen der Bank ab. Hier sollte man gründlich durchkalkulieren.
•    Die Bildungsprämie bietet die Möglichkeit, sich über einen Prämiengutschein oder durch das Bildungssparen die Ausbildungskosten teilweise oder vollständig erstatten zu lassen. Ob man für das Programm infrage kommt, erfährt man über die kostenfreie Hotline: 0800 – 262 3000.
•    Man sollte zudem bei seinem Steuerberater, bei den Lohnsteuerhilfevereinen oder beim Finanzamt nachfragen, ob sich die Ausbildungskosten für den Heilpraktiker als Werbungskosten von der Steuer absetzen lassen.
•    Für Zeit- und Berufssoldaten besteht nach dem Soldatenversorgungsgesetz die Möglichkeit, eine Berufsausbildung (auch zum Heilpraktiker) bei Dienstfreistellung durchzuführen und die Bezüge weiter zu erhalten. Hier ist aber eine genaue Erkundigung angeraten.


Drei grundsätzliche Wege stehen einem Interessenten offen, der sich zum Heilpraktiker ausbilden lassen möchte:
•    Präsenzstudium
•    Fernstudium
•    (ungesteuertes) Selbststudium

Die Heilpraktikerausbildung in einem Präsenzstudium

Alle großen und gängigen Heilpraktikerschulen bieten verschiedene Studienmodelle an. So gibt es das sehr zeitintensive Vollzeitstudium und daneben ein Teilzeitstudium mit verschiedenen Zeitmodellen:
•    Tageskurse
•    Abendkurse
•    Wochenendkurse
•    Intensivkurse (Blockseminare)


Die größtmögliche Intensivbetreuung bietet die Vollzeitausbildung an. Hier ist man in der Regel jeden Werktag zu regulären Unterrichtszeiten in der Heilpraktikerschule anwesend und erlernt unter Betreuung der Dozenten fachlich optimal aufbereitete Stoffinhalte. Der Vorteil der Vollzeitausbildung ist in der größtmöglichen Betreuung durch die Dozenten zu sehen, was die richtige Vorbereitung auf die spätere Heilpraktikerprüfung erleichtert. Als Nachteil ist hier anzumerken, dass man bei einer Vollzeitausbildung etwa ein bis zwei Jahre keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen kann. Aus diesem Grunde eignet sich die Vollzeitvariante entweder für Arbeitssuchende ohne aktuelle Beschäftigung, für Hausfrauen und Hausmänner oder für jeden, der nicht unbedingt eine Berufstätigkeit nachzugehen hat.


Das Teilzeitstudium eignet sich zur berufsbegleitenden Durchführung und bietet verschiedene Zeitgestaltungsmöglichkeiten. Viele Heilpraktikerschulen bieten Abend- oder Wochenendkurse an. Das ist die gängigste Form der Zeiteinteilung. Einige Heilpraktikerschulen bieten aber auch Tageskurse an. So besuchen angehende Heilpraktiker an zwei Werktagen vormittags die Heilpraktikerschule, haben aber für den Rest der Woche immer noch genügend Zeit, um Beruf oder Familie gerecht werden zu können. Jedes Zeitmodell im Rahmen der Teilzeitausbildung hat seine eigenen Vor- und Nachteile.


•    Abendkurse: In diesem Sinne eignen sich Abend- oder Wochenendschulen am besten für Berufstätige, die ihre Heilpraktikerausbildung berufsbegleitend durchführen möchten oder müssen, weil sie aus finanziellen Gründen nicht auf ihre Arbeitsstelle verzichten können. Das bedeutet für einen Zeitraum von etwa zwei Jahren aber auch eine zusätzliche Belastung. Nach getaner Arbeit – wenn andere Feierabend haben – gehen Teilzeitstudenten der Heilpraxis in die Abendkurse und bilden sich weiter.


•    Tageskurse: Sie sind ideal für Teilzeitbeschäftigte oder für Hausfrauen beziehungsweise Hausmänner. Der Nachteil ist, dass Berufstätige ihren Dienstplan auf die Schulzeiten abstimmen können müssen. Ein weiterer Nachteil besteht dann, wenn man aufgrund der Erkrankung seines Kindes plötzlich ein Betreuungsproblem hat oder wenn das Kind aus irgendeinem Grunde früher von der Betreuungsstätte abgeholt werden muss. Sitzt der Elternteil dann gerade im Unterricht, sind Unterbrechungen hier sehr unangenehm.


•    Wochenendkurse: Sie lassen sowohl Berufstätigen als auch Eltern die größtmögliche Freiheit unter der Woche. Man kann problemlos seiner Arbeit oder seinen familiären Verpflichtungen nachkommen. Nachteil: Am Wochenende hat man dann keine Zeit für den Partner und die Familie. Dann, wenn alle gemeinsam etwas unternehmen könnten, fällt der angehende Heilpraktiker für solche Freizeitvergnügen aus. Hier muss man sich des Rückhaltes seiner Familie vollkommen sicher sein können, wenn man dieses Zeitmodell wählt.


•    Intensivkurse: Sie dauern in der Regel kürzer als die herkömmliche Teilzeitausbildung. Sie dient vor allem zur intensiven Vertiefung gelernter Stoffinhalte. Nachteil: Man muss schon eine gewisse Grundbildung mitbringen. Entweder besitzt man bereits Medizinkenntnisse aus anderen beruflichen Bereichen oder man hat sich bereits im Selbststudium einen Großteil des Stoffs angeeignet. Ganz ohne Vorkenntnisse ist diese Form der Ausbildung nicht geeignet. Vorteil: Wer nur noch mal kurz vor der Prüfung einen didaktisch gut aufbereiteten Impuls unter fachlicher Leitung benötigt, für den ist diese Ausbildungsform ideal.



Die Heilpraktikerausbildung in einem Fernstudium
 

Eine sehr beliebte Möglichkeit, sich die prüfungsrelevanten Stoffinhalte für die Heilpraktikerprüfung anzueignen, ist das Fernstudium. Die Liste der Vorteile überwiegt bei Weitem die Nachteile. Man erhält von seinem Ausbildungsinstitut didaktisch optimal aufbereitete Lehrbriefe und zusätzlich multimediale Unterstützung. Das können DVDs mit Seminarinhalten sein, aber auch die Möglichkeit, sich über geschlossene Onlineplattformen unmittelbar mit anderen Studierenden auszutauschen.
Die Lehrbriefe sind dabei sinnvoll nach zusammenhängenden Themenkomplexen gegliedert und gut strukturiert. Die Lehrbriefe werden von didaktisch geschulten Fachdozenten erstellt und überzeugen durch Verständlichkeit. Außerdem hat man jederzeit die Möglichkeit, mit seinem Ferndozenten in Kontakt zu treten über Email, online im Chat, telefonisch oder klassisch schriftlich.
Allerdings bleibt auch diese Studienform nicht völlig frei von Nachteilen: Man muss sich selbstständig disziplinieren und sich regelmäßig Zeit einräumen, um den Stoff zu lernen und die Übungsaufgaben zu erledigen. Vielen Menschen fällt genau das schwer. Müssen sie nicht unter der Anwesenheit eines Dozenten lernen, laufen viele Gefahr, sich abzulenken oder etwas völlig anderes zu machen und die eigentlich fällige Unterrichtseinheit auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben. Prokrastination heißt das Zauberwort dazu, für den sich im Deutschen der umgangssprachliche Ausdruck „Aufschieberitis“ eingebürgert hat. Am Ende steht man kurz vor der Prüfung und hat plötzlich ein enormes Zeitproblem oder man kann sich nicht nach einem selbst gewählten Zeitraum zur Prüfung anmelden, da man mit dem Lehrstoff noch nicht durch ist.

Die Heilpraktikerausbildung im (ungesteuerten) Selbststudium

Diese Ausbildungsform ist der härteste Weg von allen. Zwar sehen das Heilpraktikergesetz und regionale Vorschriften der Gesundheitsämter keine Regelung vor, wie man zu seinem Fachwissen als Heilpraktiker gelangt. Das bleibt jedem Interessenten selbst überlassen. Am Ende zählt das erfolgreiche Abschneiden in der Prüfung. Allerdings ist nicht alles, was als Methode erlaubt ist, auch unbedingt anzuraten.
Im ungesteuerten Selbststudium hat man keinerlei fachliche Betreuung, kann auf kein Feedback anderer Studierender hoffen und muss sich seinen Stoff selbst zusammensuchen und strukturieren. Der einzige Vorteil, den diese Studienform bietet, ist der günstige Preis. Man investiert lediglich die Kosten für die Fachliteratur, also beispielsweise kompakte Bücher über die Heilpraxis, Anatomiebücher, Gesetzesbücher und so weiter. Dann aber steht man völlig alleine da mit seinem geballten Heilpraktikerwissen und weiß nicht, wie man es sich am sinnvollsten aneignen soll.
Nicht alle Stoffinhalte sind wirklich prüfungsrelevant. Doch weiß niemand im reinen Selbststudium, was jetzt wirklich von den Amtsärzten abgefragt wird und was eher nicht. So läuft der Studierende Gefahr, sich mit zu viel Stoff zu überfordern, statt sinnvolle Prioritäten zu setzen. Die didaktische Stoffaufbereitung durch Dozenten an einer Präsenzschule oder im Fernstudium hat zwar ihren Preis, macht aber auch sehr viel Sinn. Das ungesteuerte Selbststudium eignet sich allenfalls für diejenigen, die sehr viel Erfahrung damit haben, Wesentliches aus komplexen Texten zu exzerpieren und dieses dann sinnvoll zu strukturieren. Die meisten Heilpraktiker in spe scheitern jedoch an dieser Methode.

Zusammenfassung:

Drei Lernwege führen zur Heilpraktikerprüfung:

- Präsenzstudium
- Fernstudium und
- (ungesteuertes) Selbststudium


Das Präsenzstudium bietet verschiedene Zeitmodelle an:
- Vollzeitausbildung
- Teilzeitausbildung in Abendkursen
- Teilzeitausbildung in Tageskursen
- Teilzeitausbildung in Wochenendkursen
-  Intensivkurse

Das Fernstudium verlangt viel Selbstdisziplin, bietet dafür aber die größtmögliche Flexibilität an.Das ungesteuerte Selbststudium ist am kostengünstigsten aber auch am schwierigsten, weil man mit der ganzen Stoffvielfalt vollkommen alleine dasteht.

 

Die meisten Heilpraktikerschulen gliedern ihre Ausbildung zum Heilpraktiker in zwei Abschnitte: in einen Basiskurs und in einen Intensivkurs. Wie diese Ausbildungsabschnitte dann im Einzelnen bezeichnet werden, kann von Schule zu Schule unterschiedlich sein. Der zweigliedrige Ablauf jedoch ist didaktisch zu empfehlen und wird deshalb auch meistens so durchgeführt.

Basiskurs – Vermittlung der Grundlagen

Die meisten Interessenten für eine Heilpraktikerausbildung bringen in der Regel keine medizinischen Grundkenntnisse mit, sondern müssen das ganze Fachwissen von Grund auf lernen. So werden sie im Basisteil der Ausbildung systematisch an die Medizinkenntnisse herangeführt. Daneben gilt es ja noch, die angehenden Heilpraktiker in die Grundlagen der Naturheilverfahren einzuführen und in die für den Beruf notwendige Gesetzeskunde. Dabei unterteilen sich die Unterrichtseinheiten in Anatomie und Physiologie und umfassen hierbei den Gesamtaufbau des Menschen, angefangen bei seinem Skelett, dem Bewegungsapparat, seinen Organen, sein Herz-Kreislaufsystem und vieles mehr. 


Nachdem die anatomisch-physiologischen Grundkenntnisse vermittelt wurden und der Heilpraktiker in spe eine Vorstellung von den komplexen Zusammenhängen des menschlichen Körpers bekommen hat, macht es Sinn, ihn an an die Pathologie heranzuführen. Die Pathologie ist die Lehre der Erkrankungen. Hier wird aufgezeigt, wie der menschliche Körper von seiner grundlegenden Beschaffenheit abweichen kann. Um das Pathologische erkennen zu können, muss man allerdings wissen, wie die Funktionen richtig sind. Daher beginnt man immer sinnvollerweise mit der Anatomie und der Physiologie und stellt erst im Anschluss die Abweichungen von der Norm vor.


Da eine Lerneinheit auf die andere aufbaut, lernt man zuerst, wie der menschliche Körper aufgebaut ist und anschließend, wie er durch Krankheit verändert werden kann. Jetzt erst macht es Sinn mit Behandlungsmethoden anzuschließen. Für angehende Heilpraktiker sind das natürlich Naturheilverfahren. Medizinische Behandlungsmethoden müssen zum Teil auch gelernt werden, zumindest die Fähigkeit, Spritzen zu setzen.Möglicherweise werden einige Schulen erst jetzt mit der naturheilkundlichen Diagnostik fortsetzen, also mit dem Fachwissen, wie man alternativ pathologische Zustände diagnostiziert. Andere ziehen diesen Punkt vor oder kombinieren ihn direkt mit den naturheilkundlichen Behandlungsmethoden. Das legt jede Schule für sich fest.Nach dem Basiskurs hat jeder Heilpraktiker in Ausbildung alle Fertigkeiten vermittelt bekommen, die ihn zur Ausübung seines Berufs befähigen.

Intensivkurs – Vorbereitung auf die Prüfung beim Gesundheitsamt

Die Intensivphase dient der vertieften Vorbereitung auf den prüfungsrelevanten Stoff. Angehende Heilpraktiker sind in dieser Phase bereits fachlich ausgebildet und verfügen über die notwendigen Fähigkeiten. Jetzt geht es darum, Stoffinhalte zu strukturieren und zu sinnvollen Themenclustern zusammenzufügen. Darüber hinaus muss alles, was möglicherweise in der amtsärztlichen Überprüfung abgefragt werden kann, verinnerlicht werden. Das ist die eigentliche Lernphase, die intensive Prüfungsvorbereitung.
Hier wird nichts mehr neu erlernt, sondern Bekanntes im Gedächtnis verfestigt. Mit dieser intensiven Vorbereitung geht man optimal in die Prüfung und hat beste Chancen, diese zu bestehen.

Vorgehensweise beim Fernstudium

Möglicherweise strukturieren staatlich anerkannte Fernschulen ihre Stoffinhalte etwas anders. Trotzdem wird dem Interessenten auch hier das Grundlagenwissen aus Anatomie, Physiologie, Diagnostik, Pathologie, Psychologie, Psychiatrie, Naturheilkunde und Gesetzeskunde systematisch vermittelt. Dabei erhält er seinen Lehrstoff in themenzentrierten Lehrbriefen, zu denen regelmäßige Übungsaufgaben zu lösen sind. Daneben stehen den Studierenden meistens auch Onlineplattformen zur Verfügung, auf denen sie sich mit anderen Teilnehmern und dem Dozenten austauschen können oder wichtige Seminarinhalte von zuhause aus verfolgen können. Gute Fernlehrinstituten bieten zudem in der Prüfungsvorbereitungsphase noch ein Intensivseminar an.

Anmeldung zur Prüfung

Hat man seinen kompletten Schulungskurs absolviert, kann man sich bei seinem zuständigen Gesundheitsamt zur amtsärztlichen Überprüfung anmelden, die notwendig ist, um die Zulassung als Heilpraktiker zu bekommen. An dieser Stelle erst müssen die Voraussetzungen, um überhaupt Heilpraktiker werden zu können, erfüllt sein. Man muss

•    seine Geburtsurkunde vorlegen als Nachweis, dass man das 25. Lebensjahr vollendet hat
•    ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, aus dem hervorgeht, dass man einen einwandfreien Leumund besitzt; dieses Führungszeugnis darf nicht älter als drei Monate sein
•    zusätzlich ist eine Erklärung abzugeben, dass keine strafrechtlich relevanten Verfahren anhängig sind, die einen künftigen Eintrag in das Bundeszentralregister erwarten lassen würden und den einwandfreien Leumund einschränken
•    ein nicht älter als drei Monate altes ärztliches Attest vorlegen, mit dem die körperliche und geistige Gesundheit bescheinigt sowie Suchterkrankungen ausgeschlossen werden
•    ein Zeugnis vorlegen, das mindestens den Hauptschulabschluss belegt


Der Antrag auf Zulassung zur Kenntnisprüfung bei den zuständigen Behörden kann formlos schriftlich gestellt werden und ist durch die erforderlichen Unterlagen (siehe vorige Auflistung) zu ergänzen. Nahezu alle Bundesländer führen zweimal pro Jahr zu feststehenden Zeiten Kenntnisprüfungen durch. Sind alle Unterlagen komplett bei der zuständigen Behörde eingegangen, erhält man einen Bescheid, wann man an der Prüfung teilnehmen darf. Für die Prüfung und den Verwaltungsaufwand werden gesonderte Gebühren fällig die an die jeweiligen Behörden selbst zu entrichten sind. Die Paracelsusschulen geben einen guten Überblick über die Prüfungsformalitäten der entsprechenden Bundesländer.

Zusammenfassung:

•    Nachfolgende Übersicht zeigt eine sinnvolle Ausbildungsstruktur in aufbauender Reihenfolge auf:

 


 
•    Nach der Vorbereitungsphase meldet man sich mit allen erforderlichen Unterlagen zur Kenntnisprüfung an
•    In der Regel finden die amtsärztlichen Überprüfungen an zwei festen Terminen im Jahr statt; Genaueres ist der zuständigen Behörde zu entnehmen

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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