Worauf ist bei der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie zu achten?

Auf einen wichtigen Punkt wurde bereits in dem Kapitel „Ablauf der Ausbildung“ hingewiesen: Jeder angehende Heilpraktiker für Psychotherapie muss – bevor er zur Ausübung der Psychotherapie berechtigt ist – ein eigenes abgeschlossenes Psychotherapieverfahren positiv durchlaufen haben, also für stabil bewertet worden sein. Aus diesem Grunde ist es wichtig, sich rechtzeitig während der Ausbildung darum zu kümmern. Viele Heilpraktikerschulen bieten die eigene Psychotherapie im Rahmen der Ausbildung mit an, d. h., jeder Schulungsteilnehmer durchläuft auch gleichsam während der Schulung seine eigene Psychotherapie. Wird das nicht angeboten oder macht man ein Fernstudium, sollte man sich um eine eigene Psychotherapie bemühen. Wichtig ist, sie die Therapieteilnahme bescheinigen zu lassen, denn sie wird später Bestandteil der Formalitäten vor der Prüfungszulassung.
Des Weiteren kann man sich an allen Tipps, die auch für den Heilpraktiker gelten, orientieren:

•    Lerntypermittlung
•    Zeitmodellermittlung
•    Budgetermittlung
•    Miteinbeziehen der Familie

Je gründlicher eine Ausbildung geplant und vorbereitet wird, desto leichter fällt anschließend das Erlernen des komplexen Stoffinhalts. Der Stoff für die Heilpraxis für Psychotherapie ist nicht leicht. Auch wenn das gesamte medizinisch-anatomische und physiologische Fachwissen der Heilpraktiker fehlt, bleibt dennoch alleine der Bereich der Psychologie/Psychiatrie und der Psychopathologie ein sehr lernintensives Themenfeld.

Man muss vorher wissen, wann und wie man am besten lernen kann. Auch ist es wichtig, dass sie eigene Familie voll und ganz mitzieht. Die Lernzeit geht von der Familienzeit ab. Da braucht man die ganze Unterstützung der Lieben.Schließlich erfordert das Lernen eine ganze Menge Selbstdisziplin und Motivation. Viele machen ihre Ausbildung nebenberuflich und müssen dann, wenn andere ihre Freizeit genießen, ihren Stoff lernen. Das fällt nicht immer leicht. Ablenkungen drohen genug, und wenn man nicht genau aufpasst, vergeht die Zeit, ohne dass man seinen Prüfungsstoff wirklich beherrscht. Am Ende gerät man unter stressigen Zeitdruck. Das muss nicht sein. Ist die Familie mit einbezogen, wird sie den angehenden Heilpraktiker für Psychotherapie voll und ganz unterstützen.


Zusammenfassung:


•    Besonders zu achten bei der Heilpraktikerausbildung für Psychotherapie ist auf die eigene abgeschlossene Psychotherapie, die man nachweislich durchlaufen haben muss.
•    Dann sollte man wieder Lern-, Zeit- und Budgettyp ermitteln, um die optimale Lernstrategie und Schulungsform festlegen zu können.
Die Familie kann entweder wichtigste Stütze oder größtes Hindernis auf dem Weg sein, je nachdem, ob man sie in die Ausbildung mit einbezieht oder nicht.