Alle Tipps hinsichtlich der persönlichen Lerntypermittlung, die bereits in der Rubrik „Heilpraktiker“ und „Heilpraktiker für Psychotherapie“ zu finden sind, gelten im selben Umfang auch für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker. Insofern lässt sich an dieser Stelle nichts Neues hinzufügen, was an den vorgenannten Stellen nicht bereits ausführlich beschrieben wurde. Dennoch gibt es etwas, was angehende Tierheilpraktiker bei ihrer Berufswahl noch berücksichtigen sollten:


Der Kostenfaktor bei der Ausbildung zum Tierheilpraktiker


Im Durchschnitt liegen die Kosten für eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker bei ca. 5000,- Euro. Lediglich die Fernstudien an den großen Fernlehrinstituten liegen deutlich darunter. Allerdings ist bei der Abschlussprüfung an Fernlehrinstituten noch keine verbandsinterne Prüfung enthalten. Um diese müsste sich der Tierheilpraktiker in spe selbst kümmern, während man in der Regel bei Tierheilpraktikerschulen bereits ein Verbandszertifikat nach erfolgreicher Abschlussprüfung ausgehändigt bekommt. Das mindert die Leistungen der Fernlehrinstitute aber keineswegs, denn die internen Zertifikate der Institute garantieren ebenfalls den Erwerb der notwendigen Fachkenntnisse, nur mit dem Unterschied, dass bei Beantragung einer Verbandszugehörigkeit nochmals eine verbandsinterne Prüfung abzulegen ist.


Vergleicht man nun die Kosten für eine Ausbildung zum Humanheilpraktiker mit der zum Tierheilpraktiker, sieht man, dass letztere Ausbildung erheblich kostenaufwendiger ist. Für die höheren Kosten mögen verschiedene Ursachen infrage kommen. Zum einen ist die Nachfrage geringer, weshalb Schulen nicht aufgrund höherer Auslastung ihre Preise geringer gestalten können. Zum anderen kommt beim Tierheilpraktiker hinzu, dass die Tierarten verschieden sind und man für einzelne Arten, auf die man sich vorher festlegt, immer eine intensive Ausbildung bekommt. Der Humanheilpraktiker lernt die Anatomie, Physiologie und Pathologie des Menschen, der Tierheilpraktiker dasselbe unter Umständen drei-oder viermal für die jeweilige Tierart.
Angesichts dieser nicht unerheblichen Kosten macht es kaum Sinn, sich aus purem Interesse an der Sache zum Tierheilpraktiker ausbilden zu lassen, wenn man nicht tatsächlich den Wunsch hat, später in diesem Beruf zu arbeiten.


Sich spezialisieren – aber sinnvoll


Wer sich zum Tierheilpraktiker ausbilden lässt, liebt Tiere – keine Frage. Dabei ist aber festzustellen, dass es bestimmte Lieblingskategorien für Tiere gibt. So sind Hunde und Katzen die beliebtesten Haustiere und erst weiter unten im Ranking erscheinen Nagetiere. Pferde sind zwar sehr beliebt aber nicht weit verbreitet, weil man dazu Platz und das nötige Geld braucht. So ist es naheliegend, dass der Großteil der angehenden Tierheilpraktiker sich liebend gerne auf Hunde und Katzen spezialisieren möchte. Das ist durchaus legitim, sollte aber zunächst genau überprüft werden: Wie viele Tierheilpraktiker für Hunde und Katzen gibt es bereits vor Ort? Sind es nur ein oder zwei, dann belebt eine gesunde Konkurrenz garantiert das Geschäft. Sind es aber weitaus mehr auf begrenztem Einzugsgebiet, würde sich diese Dichte an Tierheilpraktikern wahrscheinlich eher negativ auswirken.

Deshalb lohnt es sich, vor Ausbildungsbeginn eine kleine persönliche „Marktanalyse“ durchzuführen und herauszufinden, wo in der eigenen Region noch Bedarf besteht und wo der Markt bereits gesättigt ist. Dann sollte man sich dort in der Nische niederlassen und auf den Bedarf spezialisieren. So könnte es umgekehrt zum Beispiel sein, dass in ländlichen Regionen sehr viele Tierheilpraktiker für Pferde praktizieren, Hunde oder Katzen aber vernachlässigt werden.
Doch nicht nur das Angebot an Tierheilpraktikern alleine sollte berücksichtigt werden. Wer sich in der Großstadt mit einer eigenen Tierheilpraxis niederlässt, wird kaum Nachfrage nach einem Tierheilpraktiker für Pferde finden, für Kleintiere indessen schon. Man sollte also vorher genau hinsehen, wo der Bedarf besteht und welche Spezialisierung sinnvoll ist. Erst dann sollte man auf dieser Grundlage seine Ausbildung zum Tierheilpraktiker planen.


Zusammenfassung:


•    Was Lerntypermittlung und Lernorganisation betrifft, gilt für die Ausbildung zum Tierheilpraktiker dasselbe wie für die Ausbildung zum Humanheilpraktiker und zum Heilpraktiker für Psychotherapie.
•    Daneben spielt der Kostenfaktor eine wichtige Rolle. Die Ausbildung zum Tierheilpraktiker ist wesentlich kostenintensiver als bei den anderen beiden Heilpraktikerformen. Daher sollte gut überlegt werden, ob man tatsächlich in diesem Beruf später tätig sein möchte.
•    Vor Beginn der Ausbildung sollte eine kleine „Marktanalyse“ durchgeführt werden, die aufzeigt, in welchem Spezialgebiet noch Bedarf an Tierheilpraktikern besteht. Sonst könnte sich das spätere Geschäft als zu schleppend oder unrentabel entpuppen, wenn man sich in einer Sparte niederlässt, die eine zu hohe Dichte an Tierheilpraktikern aufweist.

Wir haben für Sie die besten Anbieter für ein Fernstudium zum Heilpraktiker aufgeführt:

 

 

PS: Für einen besseren Vergleich empfehlen wir die Kataloge aller 4 oben genannten Anbieter anzufordern und sich diese in Ruhe anzuschauen. Manche anbieter senden Ihnen zusätzlich Probelektionen zu, so können sie entscheiden, ob Ihnen das Angebot zusagt oder nicht. Hier sei noch erwähnt, dass das Ganze für Sie komplett kostenlos und unverbindlich ist. Sie gehen dadurch keinerlei Verpflichtungen ein.

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