Zulassungsverfahren für den eigenen Praxisbetrieb

 

Die eigene Praxis

 

Um sich als Heilpraktiker mit einer eigenen Praxis niederlassen zu können, benötigt man eine amtliche Zulassung. Um diese überhaupt beantragen zu können, muss man das 25. Lebensjahr vollendet haben, ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen können, körperlich und geistig gesund sein und die Prüfung durch das regionale Gesundheitsamt bestehen. In dieser Prüfung müssen Kenntnisse zur Berufsausübung nachgewiesen werden:

 

  • Anatomie (Lehre über den Körperbau)
  • Physiologie (Lehre über die körperlichen Funktionen)
  • Pathophysiologie (Lehre über krankheitsbedingte Veränderungen am Körper)
  • Allgemeine Krankheitslehre (welche Volkskrankheiten gibt es, wie erkennt und unterscheidet man sie, welche Herz-Kreislauferkrankungen können auftreten, wie zeigen sich Stoffwechselerkrankungen, etc.)
  • Berufskunde
  • Gesetzeskunde (wo sind dem Heilpraktiker Grenzen gesetzt, wann sollte er einen Schulmediziner involvieren?)
  • Anamnese (welche Verfahren für eine Anamnese gibt es, welche Diagnosemöglichkeiten stehen zur Verfügung?)
  • Akute Notfallambulanz (Techniken zur Erstversorgung)
  • Techniken zur Injektion und Punktion
  • Laboruntersuchungen auswerten
  • Hygienevorschriften für einen Praxisbetrieb

Die Anmeldung zu dieser Prüfung erfolgt in der Regel formlos per Antrag beim zuständigen Gesundheitsamt.